Autogenes Training zur Stressbewältigung

Autogenes Training zur Stressbewältigung

Autogenes Training zur Stressbewältigung

Stressabbau durch autogenes Training!

Abgeleitet vom lateinischen „autogen”, was „selbst hervorgerufen“ bedeutet, ist das autogene Training eine weitverbreitete und praktizierte Entspannungsmethode, mit der durch die Konzentration auf autosuggestive Formeln sowohl psychische als auch körperliche Beschwerden gelindert oder behoben werden können. Entwickelt wurde dieses Verfahren zu Beginn der 1920er Jahre von dem Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz. Das autogene Training stammt ursprünglich aus der Hypnose und wird anhand der passiven Konzentration sowie dem daraus resultierenden, tiefen Entspannungszustand mit einem hypnoseähnlichen Zustand bei der Ausübung verglichen.

Wie sieht autogenes Training aus?

Das autogene Training ist vorrangig eine Gruppentherapie; nur sehr selten werden Einzelsitzungen angeboten. Eine Gruppe besteht im Durchschnitt aus vier bis zwölf Personen, die in ruhiger und ungestörter Umgebung das autogene Training erlernen und erleben können. Die Mehrzahl der Übungen wird bei entspannter Körperhaltung sitzend oder liegend auf dem Boden durchgeführt.

Es folgen nun zwei Stufen: Zuerst wird die Unterstufe (auch Grundstufe genannt) mit jeweils sechs Übungen absolviert, die zuvor über einen etwa zweiwöchigen Zeitraum intensiv trainiert werden. Jede dieser Übungen dauert je zwischen drei und fünf Minuten. Dabei bedienen sich die Übungen gewisser Formeln, die sowohl für jeden Einzelnen als auch für die gesamte Gruppe gelten können. So ist es im Anschluss an ein Gruppentraining für jeden Teilnehmer auch möglich, diese Formeln in privatem Umfeld selbst einzusetzen. Ein Beispiel für eine solche Formel lautet „Ich bin ganz ruhig“.

Ziel der Unterstufe ist auch, dass die Teilnehmer lernen, sich auf ihren Körper und dabei auf bestimmte Körperpartien zu konzentrieren. Durchgeführt wird beispielsweise die so genannte Schwereübung, bei der sich die Teilnehmer selbst einreden, dass bestimmte Körperteile, beispielsweise ein Arm, ganz schwer sind.

Bei der zweiten Stufe spricht man von der Oberstufe, welche ebenfalls sechs Übungen umfasst, dabei jedoch verstärkt an die Meditation angelehnt ist. Durch tiefe Entspannung und die meditative Versenkung entstehen bei den Teilnehmern innere Bilder oder Fantasien, welche anschließend mit dem Gruppenleiter oder Therapeuten besprochen werden.

Der Einsatz von autogenem Training gegen Stress

Wie im vorherigen Abschnitt bereits angedeutet, kann die Teilnahme an einem autogenen Gruppentraining ein sehr guter Einstieg in diese Methode der Stressbewältigung bedeuten. Mittlerweile gibt es jedoch auch zahlreiche kleinere Anwendungsmöglichkeiten für den komfortablen Einsatz im eigenen Zuhause, beispielsweise durch Trainings-CDs oder –DVDs, die hierbei die Position des Therapeuten bzw. Lehrers einnehmen.

Das autogene Training kann gegen Stress sogar in zweierlei Hinsicht genutzt werden. Einerseits sorgt ein regelmäßiges autogenes Training dafür, dass die Übenden insgesamt ausgeglichener und gelassener sind. Der Körper selbst ist entspannter, der Körper wird besser durchblutet. Ein gesunder und entkrampfter Körper geht leichter mit Stress um als ein bereits angespannter. Zudem können sich die Teilnehmer in der Oberstufe gezielt in bestimmte Situationen hineinversetzen und sich überlegen, wie sie mit diesen zukünftig umgehen wollen.

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