16 jähriges Model

Dieses Thema enthält 8 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  nrwcreation vor 8 Jahre, 10 Monate.

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  • #21521

    gelbgelb
    Teilnehmer

    Hi:-)
    Ich habe für morgen ein Model. Sie sagte, nachdem ich sie am Telefon nach ihrem Alter fraget, sie sei 16J.Mir kam sie jünger vor.
    Ich fragte ob die Eltern von ihrem Vorhaben wüßten. Das bejate sie.
    Ich ließ mir die Telefonnummer geben, mache ich immer, falls mal etwas ist.
    Nun habe ich heute angerufen u, wollte mich vergewissern ob sie es auch darf. Es kam ” kein Anschluß unter dieser Nummer”……
    Wie macht ihr das bei so jungen( und jüngeren) Kundinnen? Fragt ihr die Eltern?
    LG
    Conny

    #339165

    kaandi
    Teilnehmer

    Hallo Conny,
    ich richte mich nach diesem Auszug aus der Nailpro…..

    Kinder und Jugendliche im Nagelstudio

    Schöner Busen, perfekte Nase, volle Lippen. .. immer mehr junge Mädchen scheuen nicht mehr den Gang zum Schönheitschirurgen. Angesteckt vom Schönheitswahn des Lieblingspopstars und Dank dem dicken Geldbeutel der Eltern sind 14- oder 16-jährige Mädchen auf dem OP-Tisch der Schönheitschirurgen keine Ausnahme mehr. So ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr junge Kundinnen auch ein Nagelstudio aufsuchen, um sich den Traum schöner Fingernägel zu verwirklichen. Aber – und hier beginnt die Frage für die Studioinhaberin – „Ab wann darf ich einer jungen Kundin künstliche Fingernägel modellieren? “

    Seit 1975 tritt die Volljährigkeit und somit die volle Geschäftsfähigkeit bereits mit Vollendung des 18. Lebensjahres ein. Sobald das 18. Lebensjahr erreicht ist, können junge Frauen und Männer in Deutschland selbstständig Ihre Entscheidungen treffen, ohne Eltern, Vormund oder sonst jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Sie haben mit 18 auf jeden Fall die volle Geschäftsfähigkeit erreicht und sind mündig geworden. Einer Nagelmodellage nach Kundenwunsch steht rechtlich überhaupt nichts im Wege.
    GeschäftsfähigkeitWas ist aber mit jungen Kundinnen unter 18 Jahren? Das Gesetz unterscheidet zwischen verschiedenen Stufen der Geschäftsfähigkeit. Laut Definition ist die Geschäftsfähigkeit die „Fähigkeit, durch eigenes Handeln Verpflichtungen einzugehen und Rechte zu erwerben“. Die rechtliche Unterteilung dient zum Wohle und Schutz des Jugendlichen.
    Kinder bis zum 7. Geburtstag sind vollkommen geschäftsunfähig. Sie dürfen grundsätzlich überhaupt nichts kaufen, außer vielleicht Bonbons und dergleichen. Wird mehr als von den Eltern erlaubt gekauft, kann der gekaufte Gegenstand zurückgegeben werden und der Verkäufer muss die Ware wieder annehmen und das Geld erstatten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass eine unter Siebenjährige bereits den Wunsch hegt, künstliche Fingernägel zu tragen. Aber natürlich ziehen vor allem bunte Farben die Kleinen magisch an. Viele möchten der Mama oder der großen Schwester nacheifern und auch lackierte Fingernägel haben. Manche Hersteller bieten daher bereits wasserlösliche Kindernagellacke an. Dennoch dürfen aufgrund der fehlenden Geschäftsfähigkeit von kleinen Kindern nur die Eltern solche Lacke für ihre kleinen „Prinzessinnen“ kaufen.
    TaschengeldparagraphZwischen 7 und 18 Jahren gilt der so genannte „Taschengeldparagraph“ (§110 BGB). In diesem Alter besteht eine beschränkte Geschäftsfähigkeit für altersübliche, geringfügige Geschäfte. Ausgeschlossen sind schriftliche Verträge, Ratenkäufe und Kredite. Als altersübliches Geschäft gilt beispielsweise der Kauf einer CD, eines Buches und dergleichen. Dinge, die so teuer wie ein Fernseher oder eine Stereoanlage sind, dürfen nur mit dem Einverständnis der Eltern gekauft werden. Bei fehlendem Einverständnis der Eltern ist der Kauf auf Grund der mangelnden Geschäftsfähigkeit nicht rechtswirksam und kann wieder rückabgewickelt werden. Ein Problem stellt sogar ein geschenktes Haustier dar: Es darf zwar als Geschenk angenommen werden, die Verpflegung desselben kostet jedoch Geld, daher ist auch hier die Einwilligung der Eltern notwendig.
    Da sich die Kosten für eine Nagelmodellage in der Regel über dem üblichen Rahmen eines Taschengeldes bewegen, ist für einen Besuch des Studios von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren meist die Einwilligung der Eltern notwendig. Natürlich gibt es auch hier in der Praxis eine „Grauzone“. Was ist mit jungen Kunden, die augenscheinlich über genug Mittel verfügen und sich durchaus auch andere kostspielige Dinge leisten können? Wäre das Geschäft dann durch den Taschengeldparagraphen abgedeckt? Ganz eindeutig lässt sich diese Frage nicht beantworten. Der §110 BGB besagt im Wortlaut:
    „Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.“
    Das Gesetz ermöglicht, dass Jugendliche auch ohne Beisein der Eltern etwas kaufen können. Allerdings entscheiden nach wie vor die Erziehungsberechtigten über Zweck bzw. Höhe der frei verfügbaren Beträge. Der Paragraph ist Auslegungssache. Wer sich Scherereien ersparen möchte, sollte stets das elterliche Einverständnis einholen.

    Auf der sicheren SeiteErst ab der Volljährigkeit gelten keine Schutzbestimmungen mehr. Für Entscheidungen muss man ab dem 18. Geburtstag persönlich einstehen und kann in vollem Umfang Geschäfte tätigen. Allerdings wirken viele junge Mädchen häufig älter und reifer als sie es laut Geburtsdatum tatsächlich sind. Hier hilft nur ein gewisses Feingefühl und konsequentes Nachfragen! Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich im Zweifelsfall den Personalausweis der Kundin zeigen lassen.
    Bei Nachweis der Volljährigkeit kann ohne rechtliche Bedenken eine Nagelmodellage durchgeführt werden. Wenn ein eigenes Einkommen oder ein großzügiges Taschengeld glaubhaft nachgewiesen werden, ist eine Nagelmodellage bei Jugendlichen ebenfalls möglich. Allerdings besteht dabei ein gewisses Risiko für die Nagelmodellistin. Sollte sich ein junges Mädchen ohne eigenes Geld oder Einkommen und ohne Einwilligung der Eltern Nägel modellieren lassen und die Eltern sind nicht einverstanden, dann können die Eltern durchaus auf die Rückzahlung des geleisteten Betrages bestehen. Da die „Ware“ als solche nicht zurückgegeben werden kann, hat die Nagelmodellistin in diesem Fall das finanzielle Nachsehen. Daher ist es ratsam, bei Minderjährigen grundsätzlich um die Einverständniserklärung der Eltern zu bitten, am besten schriftlich.
    Gerade sehr junge Mädchen lassen sich sehr schnell begeistern und zu Entscheidungen hinreißen, welche Sie später bereuen oder mit denen die Eltern nicht einverstanden sind. In der Praxis ist es daher empfehlenswert, zunächst ein Beratungsgespräch zu führen und gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass sich die Entscheidung für künstliche Fingernägel auf das monatliche Taschengeldbudget erheblich niederschlägt. Auf der sicheren Seite befinden Sie sich, wenn Sie gegebenenfalls die Mutter mit in das Beratungsgespräch im Studio einbeziehen. Vielleicht gewinnen Sie ja durch die professionelle Beratung nicht nur eine, sondern sogar zwei neue Kundinnen?
    Ileana Schnell

    #339170

    gelbgelb
    Teilnehmer

    Vielen, lieben Dank für Eure Antworten!
    Ja, ich habe ja heute angerufen um mich zu vergewissern ob sie auch die Erlaubnis dazu hat.Sie hat mir jedoch aller Wahrscheinlichkeit eine falsche Nummer gegeben.Na mal sehen vielleicht kommt sie auch gar nicht.Wenn ja, rufe mit Angabe der richtigen Nummmer, dann nochmal bei ihr zu hause an um mich zu vergewissern.Ansonsten muß sie unverrichteter Dinge wieder gehen!
    LG
    Conny

    #339167

    ajanails
    Teilnehmer

    Ich habe eine Kundin die ist erst 13 Jahre, diesen Monat 14 Jahre. Mir ist es nicht recht, aber die Eltern kommen immer mit. Ich habe mir eine Vollmacht geben lassen. Sicher ist sicher. Jetzt lässt sich sogar die Mutter von mir Nägelchen machen, weil sie begeistert war und ist. Und am Ende ist es mein Geld. Solange sie bezahlt, ist und kann es nicht mein Problem sein. Mein Kind dürfte es nicht. Gut das ich nur Jungs habe.

    #339171

    gelbgelb
    Teilnehmer

    Klar, würde ich auch machen!Du bist ja auf der sicheren Seite und warum dann nicht? !:)
    LG

    #339166

    lisasimpson
    Teilnehmer

    Ich mache Modellage erst ab 18.
    Wenn die Eltern mitkommen und es unterschreiben ab 17.
    Ich habe das so gelernt, dass sich das Nagelbett in jüngeren Jahren, wie das Kind, die Jugendliche, noch im Wachstum befindet und wenn man da eine starre Modellage drauf macht, dann kann es zu Verforumungen führen.

    Deshalb meine Einstellung und die wird von den Müttern hoch gelobt.

    Inge

    #339172

    nrwcreation
    Mitglied

    Hallo, ich habe auch 5 junge mädchen unter 18 (sie waren aber über 16 als sie das 1. mal kamen – darunter lehne ich konsequent ab!) – Bei allen habe ich den 1. Termin samt der Mutter gemacht – Sie waren dabei, hörten Erklärungen von A-Z wie bei jeder neuen Kundin mit an und am Ende der Erklärung und bevor ich Hand an die Mädchen-Hände legte, lies ich mir auf einem Vordruck bestätigen, dass ich an deren Minderjährigen Kindern wirklich “arbeiten” darf – bisher kam jede Mutter als Neukundin mit hinzu *hihi…

    Ich muss dazu sagen, dass 2 Mädchen davon extreme Nagelbeisserinnen sind bzw. waren – das Finger in den Mund nehmen machen sie jetzt noch, andererseits sind sie aber auch endstolz darauf, nur noch eine NN Verstärkung zu bekommen und wirklich hübsche Fingerchen zu haben.

    eine war vorher extra beim Arzt, der gab ihr nur so ein Stop-and-Grow-Mittel..Bitterer Geschmack… aber ich konnte helfen, tut auch mal gut zu wissen!

    LG Anni

    #339168

    kerstin2
    Teilnehmer

    Bei Jüngeren bin ich immer sehr vorsichtig, da frag ich auch immer mal wieder nach, MODELLE unter 18 nehme ich gar nicht, weil die meist gear nicht so lange still sitzen könnne, oder ewig das Handy Klingeln…

    #339169

    jalea
    Teilnehmer

    ich habe auch 3 Mädchen, die erst 13 sind, bald 14, war erstmal auch schockiert als mich die Mütter angerufen haben, aber nach dem sie mir es schriftlich gegeben haben, dass sie ihren Töchtern erlauben, habe ich die Modellage gemacht, würde aber meiner Tochter es nie erlauben, sie ist 12

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