Die ganzen Nebenkosten. .. ist schon heftig

Dieses Thema enthält 13 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  moonlight71 vor 6 Jahre, 3 Monate.

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  • #34478

    moonlight71
    Teilnehmer

    Es ist schon ziemlich heftig, was man als Studiobetreiber für (Neben)-Kosten hat. Das wurde mir heute wieder bewußt.
    Ich bekam einen Anruf einer früheren Freundin. Sie beglückwünschte mich zum Studio und meinte, das wäre auch ihr Traum. .. ein eigenes Studio. Und das wäre ja “auch gar nicht so schwierig umzusetzen”. Schließlich würde man bei nur 3-5 Modellagen pro Tag bereits an die 200, — Euro verdienen. Und das mal 20 Arbeitstage, wären ja locker 4.000, — Euro im Monat.

    Na ja. .. ich hab sie dann gefragt, ob sie bereits Lehrgänge gemacht hätte. … nee. Ich hab sie gefragt, ob sie Eigenkapital für den Anfang (Studioeinrichtung/Renovierung etc.. .. etc…) hätte. .. nee. Ich hab dann auch gar nicht weitergefragt bzw. nicht weiter erzählt, was da noch an Kosten auf einen zukommt – war mir einfach zu blöd.

    Und vor meinem inneren Auge liefen die monatlichen Fixkosten ab. … Miete Ladenlokal 550, 00. .. Steuerberater 50, 00. … Telefon 50, 00. … Strom 60, 00. … Haftpflicht/Rechtschutz/Betriebsversicherung 60, 00. .. die benötigten Nagelprodukte kommen dazu. .. das Darlehen für die Gründung. .. und so weiter und so weiter. …

    DAS muss man erstmal reinholen, bevor man überhaupt an Verdienst denken kann. …

    Geht es euch auch so. .. habt Ihr auch soviele Fixkosten, die reinzuholen sind, bevor überhaupt “was hängenbleibt”?

    Das Schöne ist. .. trotz allem macht man weiter. .. und ist glücklich über jeden (zufriedenen) Kunden. Und hat am Ende eines anstrengenden und manchmal nervenden Arbeitstages in Gefühl von Glück und Zufriedenheit.

    LG – Moonlight

    #518857

    moonlight71
    Teilnehmer

    Frage: Ich wollte den Beitrag editieren. .. geht das nicht in diesem Forum?

    Ich wollte nur sagen. .. die berechneten 4.000 Euro pro Monat sind natürlich völlig utopisch. Nicht jeden Tag hat man 5 Kunden zur Neumodellage…..

    #518848

    kiracat
    Teilnehmer

    Deswegen ist es auch so wichtig das man vernünftige Preise beim Auffüllen hat, denn das macht 80 % unserer Arbeit aus.
    Und ganz wichtig, Krankenkasse und vor allem Rentenbeiträge. Man möchte im Alter auch was haben wenn man schon so viele Jahre hart arbeitet.
    Und selbst wenn Du nur 2000 € Umsatz machen würdest, ist man schon nicht mehr Kleinunternehmer, und führt 19 % an das FA ab.
    Ist schon hart als Selbstständiger.

    P.S.: Beiträgen können nicht editiert werden.

    #518849

    socki
    Teilnehmer

    Ich hab zum Glück (noch) nicht viele Nebenkosten. Versichert bin ich daweil noch über das Kinderbetreuungsgeld von der Krankenkasse. Wenn das nächstes Jahr wegfällt, muss ich mich auch umschaun. Strom und Miete habe ich auch keine, da wir im Haus der Schwiegereltern wohnen.

    Aber Materialien und Rentenbeiträge muss auch ich zahlen, Telefon und Steuerberater, Kreditraten für den Einstieg habe auch ich zum zalen.

    Viele haben eben überhaupt keine Ahnung was es eigentlich heißt, selbständig zu sein und sein eigenes Geschäft zu führen.

    Aber stimmt: wenn man einen harten tag hinter sich hat, hat man schon das Gefühl etwas geschafft zu haben. Und wenn man einer Kundin mit wirklich schlimmen Nägeln, zu wunderschönen verholfen hat und dann in das glückliche Gesicht schaut…. DAS allein ist es schon wert finde ich 🙂

    #518850

    katzemidi
    Teilnehmer

    Meine Freundin hat einen Reingewinn mit abzüglich unkosten von 2000 -2500 Euro! Manchmal auch mehr! Doch die nagelt 9- 10 Stunden am Tag!

    #518854

    kathrine
    Teilnehmer

    Ja das liebe Geld ist schneller weg, als man gucken kann.
    Wenn man wirklich Alles abrechnet, was man so an Unkosten hat bekommt man Tränen in die Augen.
    Es sind auch solche Nebensächlichkeiten, die sich summieren.
    Das hatte ich, als ich noch Vollzeit Selbständig war. Ich hab ein Homestudio im eigenem Haus.
    Krankenkasse 4800 im Jahr, Haftpflich u. Rechtschutz ca. 200€ im Jahr (hab das mit Privat gekoppelt),
    Heitzung ca. 400€ im Jahr, Strom ca 500€ im Jahr, Rentenversicherung 2000€ im Jahr, Gel u. Feilen ca. 2000 im Jahr, der Telefonbucheintrag, das waren dann auch ca. 200€ im Jahr, Fachzeitschfriften ca. 60€ im Jahr, Zeitschriften für die Kunden ca. 100€ im Jahr, irgendwelche Spenden z.B. fur ne Tombula oder was Gemeinnütziges ca. 80€ im Jahr, Getränke für die Kunden? € (keine Ahnung), Putzmittel fürs Geschäft bestimmt 200€ pro Jahr (Wischmopp und Staubsauger miteinkalkuliert), Desinfektion u. Handschuhe, Mundschutz ca. 200€ im Jahr, Nailart Kleinkram bestimmt 250€ im Jahr, Isopropanol u. sonstige Flüssigkeiten ca. 100€ im Jahr, Weihnachtsgechenke für Kunden ca. 100€ im Jahr, Röhren für die UV-Lampen ca. 200€ im Jahr (bei Markenröhren), Pflegemittel wie Handcreme, Nagelöl, Peeling usw. ca. 150€ im Jahr, Schleifköpfe ca. 120€ im Jahr, Geräte (Lampen, Fräser, Absaugung) ca. 120€ im Jahr, Werbung ca. 150€ im Jahr.
    So jetzt bin ich schon bei 11, 895€ im Jahr und das war nur so grob überschlagen.
    Komm ich über die Kleingewerbe Grenze sind noch Steuern fällig, hat man einen Kredit abzubezahlen sind Raten fällig, muß man dann noch Miete für ein Ladenlokal bezahlen und hat noch Benzinkosten, muß man schon richtig Umsatz machen, das noch einiges hängenbleibt.

    Jetzt mach ich nur noch als Nebengewerbe Nägel und bin bei meinem Mann mit krankenversichert.
    Ich hab weniger Kunden, also auch weniger Umsatz.
    Aber die Krankenkasse fällt weg, Rentenversicherung ist jetzt auch viel weniger, weniger Materialkosten, Kleinkram kauf ich auch gezielter, kein Telefonbucheintrag mehr, keine Werbung, weniger verschleiß an Fräserbits, Röhren und Geräten, weniger von Allem.
    Dadurch bleibt an meinem Umsatz mehr hängen und ich hab viel mehr Freizeit.

    Also mein Fazit ist, wenn man davon leben will/muß, sollte man seine Preise richtig kalkulieren (also seine Arbeit gut bezahlen lassen), man muß genug Stammkunden haben, darf sich nichts gefallen lassen und muß immer freundlich bleiben. Sehr flexiebel sein. Und man sollte möglichst niemals krank werden!

    #518851

    malandi
    Teilnehmer

    Zum Glück hab ich keine Miete, da Homestudio, brauche keinen Steuerberater, aber Haftpflicht hab ich.
    Und ich muss mich seit 3 Monaten jetzt selber krankenversichern und das alleine sind jeden Monat schon 327.- Euro… das finde ich schon heftig. dabei ist das nur der Mindest Beitrag. *schluck*

    #518846

    mandy77
    Teilnehmer

    @malandi, 327 € da würde ich mich aber nochmals beraten lassen, nicht unbedingt von der Krankenkasse selbst, die werden Dir nur auf gezielte Nachfrage die Tarife nennen die möglichweise in Betracht kommen, derzeit ist KV + RV + PV der geringste Beitrag bei meiner Kasse 217 €, da aber bei mir noch 1 Jahr Förderung durch GfaW ist, zahle ich noch etwas weniger.
    Ja ab einem gewissen Umsatz kommen “Geister” die man nicht gerufen hat, wenn nicht noch vergessen wurde, GEZ und GEMA halten auch noch die Hand auf.
    Problem ist aber nicht das alles zu bezahlen, Problem ist wirklich genügend Umsatz zu haben um auch einen Gewinn zu haben, denn man darf nicht vergessen, vom scheinbaren Gewinn muss auch noch die Miete der eigenen Wohnung bezahlt werden, Kinder vorhanden ist auch genug vorhanden was bezahlt werden muss. Ab einem gewissen Umsatz der sich über einen gewissen Zeitraum schön kontinuierlich entwickelt hat, ist es wichtig nicht in der Kontinuität weiter zu gehen, sondern wie eine Treppenstufe auf einmal einen Sprung zu machen.
    Hat aber keiner gesagt das”Selbständigkeit” leicht oder einfach wäre, der Vorteil ist man hat die Entscheidung, die Verantwortung für sich selbst in großen Teilen, natürlich unterliegt man auch Sachzwängen, aber das gilt für alle.
    Ich sage mal so, als “Alleinunterhalter” ist oder hört sich ein Umsatz von 3000 – 4000 € gut an sind aber in Wirklichkeit eben sind die 3000 – 4000 € zuwenig um wirklich zu expandieren und sich kontinuierlich weiter zu entwicklen.Altes Motto, das doppelte ist immer besser. 🙂

    #518852

    malandi
    Teilnehmer

    @mandy77 929143 wrote:

    @malandi, 327 € da würde ich mich aber nochmals beraten lassen, nicht unbedingt von der Krankenkasse selbst, die werden Dir nur auf gezielte Nachfrage die Tarife nennen die möglichweise in Betracht kommen, derzeit ist KV + RV + PV der geringste Beitrag bei meiner Kasse 217 €, da aber bei mir noch 1 Jahr Förderung durch GfaW ist, zahle ich noch etwas weniger.)

    wir waren direkt in der Geschäftsstelle der KV und haben dort den günstigsten Fall ausrechnen lassen. Für konkrete Tips bin ich aber trotzdem offen! ! wenn es dann günstiger wird! 🙂

    Ich bin zwar verheiratet, kann mich aber nicht bei meinem Ehemann mitversichern, weil dieser als Soldat keine Krankenversicherung hat!
    Ich bin also freiwillig selbstständig versichert und es wird vomgesetzgeber ein Grundgehalt von ca. 1950 Euro pMonat zugrunde gelegt. (Früher konnten die Kassen die Einkommenssummen selbst festlegen. Das geht jetzt nicht mehr)…. Dass ich wesentlich weniger verdiene ist irrelevant!
    Es gibt für Geringverdienende natürlich auch Härtefallregelungen, doch da zählt das Einkommen meines Mannes mit hinein. Über die Einkommensgrenze ist er allein mit seinem Einkommen schon weit drüber…

    #518844

    rine
    Mitglied

    IKK Südwest liegt bei so ca 250 euro, auch bei diesem Grundgehalt, was du angibst. das ist mein letzter Stand, würde da mal anfragen an deiner Stelle.

    LG

    #518845

    rine
    Mitglied

    Nee ich nehm alles zurück, hab sicherheitshalber auf der HP geschaut, das hat sich auch geändert 322 euro sind es 🙁

    #518847

    mandy77
    Teilnehmer

    Vll. hier noch mal in Ruhe drüber schauen.

    http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/gesetzliche-krankenkassen-im-vergleich/tarife/

    Da sind auch die privaten mit vertreten so das man vergleichen kann.

    #518853

    malandi
    Teilnehmer

    @mandy77 929263 wrote:

    Vll. hier noch mal in Ruhe drüber schauen.

    http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/gesetzliche-krankenkassen-im-vergleich/tarife/

    Da sind auch die privaten mit vertreten so das man vergleichen kann.

    so ich hab da jetzt meine Daten eingegeben und komme bei fast allen Versicherungen auf die gleiche Summe. Günstiger gehts also nicht.

    #518855

    betzi
    Teilnehmer

    Hallöchen an alle 🙂

    Ich finde es in der zwischenzeit recht lustig wenn sich Kunden und Bekannte sich das “schön” malen. “man verdient ja sooo viel Geld damit….wenn man so fünf Kunden den Tag hat…das hochgerechnet auf die Woche….auf den Monat…” bla bla bla….
    Dann fängt man an nur die Hälfte aufzuzählen (was so an abzügen im Monat anfallen), und schon zerplatz die Seifenblase.

    Außenstehende stellen es sich so einfach vor. Man bekommt auch des öffteren zu hören das es schnell verdientes Geld sei und man so gut wie nichts investieren muss.Einfach gesagt: keine Anerkennung 🙁

    ich kann nur eins sagen:

    Von solchen “Tagträumern” nicht unterkriegen lassen.
    Und ein ganz ganz großes Lob an Euch und eure tollen Arbeiten 🙂

    Lg Betzi

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