Finanzamt Verlust = Liebhaberei

Dieses Thema enthält 8 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  quellejolie vor 8 Jahre, 9 Monate.

Ansicht von 9 Beiträgen - 1 bis 9 (von insgesamt 9)
  • Autor
    Beiträge
  • #21893

    bobby1981
    Teilnehmer

    Hallo Mädels,

    ich habe mal eine Frage. .. ich habe letztes Jahr im März mein Nebengewerbe angemeldet und klar erstmal fleissig investiert (Möbel, Geräte, Schulungen, der ganze Wareneinkauf) und zum Modellpreis gearbeitet.

    Nun hab ich im Jahr 2008 natürlich in meiner Einnahmen/Ausgabenrechnung einen dicken Verlust (seit November mache ich leicht Gewinn) von sagen wir mal 4000 Euro.

    Nun hat meine Steuertante 🙂 gesagt, dass es leicht sein kann, dass sie mir Liebhaberei unterstellen – aber die Ausgaben hatte ich ja tatsächlich und natürlich will ich auch Gewinn erzielen bzw. bin ja seit November auch dabei.

    Ist es nicht normal, dass man im ersten Jahr Verlust hat? Ich kann ja alles belegen. ..

    Hat da jemand von Euch Erfahrungen?

    Lg, Bobby

    #345063

    aniolek
    Teilnehmer

    hi bobby
    nein in den ersten jahr darfst du verlust machen. sogar noch im zweiten. erst im dritten solltest du positive zahlen schreiben.
    ich hatte im ersten jahr nicht nur nen dicken verlust sondern heftigs dicken verlust und alles ist gut gegangen. mein zweites jahr war auch noch nicht rosig aber besser. am ende hatte ich auch noch verlust. erst im dritten ist der gewinn um einiges mehr wie der verlust.

    #345065

    donna69
    Teilnehmer

    hmmmmm,
    also was das steuerliche betrifft, kenn ich mich da nicht so richtig aus, da du ja Nebengewerbe hast.
    Heisst ja, du hast noch ein Hauptberuf wo du dein Geld Verdienst.richtig?

    Mich hat das Wort Liebhaberei stutzig gemacht!
    Was ist das und wie kann man so was Vorwerfen, also ich meine in welchem Zusammenhang?

    es kann ja sein, das die eben auf die Einnahmen gucken und wenn dann die Ausgaben um 200 % höher sind, werden die dann stützig, oder?
    Aber ich meine, ist das nicht deren egal ob du Verluste oder Gewinne machst?
    Bin da so bisschen blond drine!

    PS
    schau mal hier rein —-
    http://www.123recht.net/forum_topic.asp? topic_id=65256&ccheck=1

    #345061

    tina65
    Teilnehmer

    Hatte ich auch im ersten Jahr. Da wollte mir das Finanzamt auch Liebhaberei unterstellen, wir haben Widerspruch eingelegt und Fotos vom Studio, Zeitungsanzeigen, Autowerbung ect. gemacht und diese mit beigelegt, haben dann alles anerkannt
    LG Tina

    #345066

    bobby1981
    Teilnehmer

    hey donna,

    liebaberei heißt es wohl, wenn es nur als Hobby oder so betrieben werden soll. .. und ja hab noch nen Hauptjob – aber ich langfristig redzuzieren und dann das Nagelgewerbe eben ausbauen.

    Ich werd jetzt mal abwarten was die sagen – ich mein es waren ja auch genügend Einnhmen da nur die Ausgaben waren halt höher.

    Ich dachte es wäre ganz normal, im ersten Jahr investieren zu müssen. Dafür bin ich jetzt so gut ausgestattet, dass ich halt nur nen normalen Verbrauch hab. ..

    #345067

    juleki
    Teilnehmer

    Hi!

    Ich denke mal, dass keiner “Angst” vorm FA haben muss. Und in den ersten 3 Jahren Verlust zu machen ist völlig normal. Gerade in einem “Verbrauchs-Gewerbe”…

    Von Liebhaberei geht man aus, wenn man das wirklich nur als Hobby betreibt und keine Gewinnerziehlungsabsicht erkennbar ist. Im Nebengewerbe ist das ein bissl anders.

    Ich kenne folgenden Fall, wo das FA wirklich stutzig geworden ist:

    Ein Mann ist Hobby-Auto-Schrauber und meldet ein Nebengewerbe an. So kommt er an Kataloge und bekommt natürlich diverse Ersatzteile günstiger. Er kauft aber immer nur für sein einen Oldtimer die Teile, die braucht. Das betrachtet das FA als Liebhaberei. Denn den Ausgaben stehen keine Einnahmen gegenüber. Ergo: keine Gewinnerzielungsabsicht!

    LG
    Jule

    #345064

    aniolek
    Teilnehmer
    juleki;654212 wrote:
    Hi!

    Ich denke mal, dass keiner “Angst” vorm FA haben muss. Und in den ersten 3 Jahren Verlust zu machen ist völlig normal. Gerade in einem “Verbrauchs-Gewerbe”…

    Von Liebhaberei geht man aus, wenn man das wirklich nur als Hobby betreibt und keine Gewinnerziehlungsabsicht erkennbar ist. Im Nebengewerbe ist das ein bissl anders.

    Ich kenne folgenden Fall, wo das FA wirklich stutzig geworden ist:

    Ein Mann ist Hobby-Auto-Schrauber und meldet ein Nebengewerbe an. So kommt er an Kataloge und bekommt natürlich diverse Ersatzteile günstiger. Er kauft aber immer nur für sein einen Oldtimer die Teile, die braucht. Das betrachtet das FA als Liebhaberei. Denn den Ausgaben stehen keine Einnahmen gegenüber. Ergo: keine Gewinnerzielungsabsicht!

    LG
    Jule

    ganz genau. drum tut mir mein steuermann auch immer wieder sagen was ich brauche an schulungen, einrichtung und langfristigen einlagen das soll ich alles am besten in n erstn drei jahren machen. somit habe ich keine probleme mit der steuer und kann alles ansetzten, wichtig rechnungen! und es muss aber von jahr zu jahr eine umsatzsteigerung da sein sonst kann es doch sein das mir dann liebhaberei vorgeworfen werden und ich alles zurückzahlen muss.

    #345068

    quellejolie
    Gesperrt
    Summerlove;654185 wrote:
    Hallo,

    ich hab auch nur Nebengewerbe angemeldet und wenn ich mir meine Ausgaben angucke, wirds mir auch schwindelig. Man muss sich ja alles erstmal anschaffen, das fällt ja nicht vom Himmel in den Schoss. Und ich kann auch keine 10 Kunden täglich machen, weil ich ja nur ein Nebengewerbe habe. Da bin ich mal gespannt wie das bei dir ausgeht!

    LG
    Summerlove

    ist bei mir genauso.

    #345062

    sandara
    Teilnehmer

    Was hast Du denn für eine Steuertante?

    Es ist doch völlig normal dass man nicht von heute auf morgen
    seinen Hauptjob kündigt und sich in die Selbständigkeit stürzt.
    Ergo…um Dir einen Kundenstamm auf zu bauen, machst Du das erst einmal nebenbei
    ergo, auch logisch, hast Du erst einmal Kosten und wenn Du direkt auf gescheites Arbeitswerkzeug und exellente Schulungen zurück greifst halt höhere Kosten.

    Es ist so wie die anderen oben schon geschrieben haben.
    Mache Dich nicht verrückt!

    ggf. würde ich höchstens mal mit einem anderen Steuerbüro sprechen
    und überlegen zu wechseln 😉

Ansicht von 9 Beiträgen - 1 bis 9 (von insgesamt 9)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.