Impressum ohne Ansprechpartner?

Dieses Thema enthält 16 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  ichich vor 5 Jahre.

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  • #38387

    nagelelse
    Teilnehmer

    Ein Impressum ohne Ansprechpartner, GF ist nicht rechtens, gell?

    Wie sieht es mit einem solchen Absatz / Paragraph in den AGB aus?

    4. Personal
    Jede Dienstleistung kann von einer im Studio arbeitenden Person und nach Ermessen der Geschäftsleitung eingesetzten Person durchgeführt werden. Der Kunde darf bis zu einem Jahr nach Erhalt der Dienstleistung im Studio die gleiche Dienstleistung nicht von der im Studio arbeitenden Person (Naildesigner) außerhalb der Geschäftsaktivitäten des Studios in Anspruch nehmen; außer der Naildesigner bzw. der Kunde erhält eine schriftliche Zustimmung der Geschäftsleitung.

    Für mich bedeutet das, ich will auf Gedeih und Verderb die Kunden binden und was deren Wünsche sind, ist mir schnurz, oder?

    Mal ernst jetzt, wenn ich einen gut gehenden Laden habe, vernünftige Mitarbeiter, eine faire Provision / Tischmiete stellt sich diese Frage doch erst gar nicht und das merken die Kunden auch.

    Wer arbeitet denn unter solchen Bedingungen?

    #564988

    wamnails
    Teilnehmer

    @nagelelse, ich denke hier hat mal jemand schlechte erfahrungen mit mitarbeitern gemacht. jedoch ist das was geschrieben wurde vor gericht nicht haltbar.

    leider geschieht es immer wieder, daß sich mitarbeiter am kundenstamm bedienen. selbst wenn du faire gehälter oder gute provision zahlst. als geschäftsinhaber hast du kaum möglichkeit so etwas zu unterbinden. kunden sind auch kein eigentum.
    ich kann ein lied davon singen. möchte hier öffentlich nicht ins detail gehen.

    schau einfach mal hinter das geschriebene, da verbirgt sich jede menge ärger und frust.
    keine ahnung wo du dies gefunden hast, ich kann mir aber lebhaft vorstellen was da gelaufen ist.

    lg uschi

    #564984

    marion boos
    Teilnehmer

    Jede Dienstleistung kann von einem im Studio angestellten – arbeitenden Person und nach Ermessen der Geschäftsleitung eingesetzten Nail Designer & Fußpfleger(in) durchgeführt werden. Der Kunde darf bis zu einem Jahr nach Erhalt der Dienstleistung im Studio die gleiche Dienstleistung nicht von der im Studio angestellten Nail Designerin & Fußpfleger(in) außerhalb der Geschäftsaktivitäten des Studios in Anspruch nehmen, außer der Nail Designer & Fußpfleger(in), bzw. der Kunde erhält eine schriftliche Zustimmung der Geschäftsleitung.

    das steht in meinen AGB drin und das wurde von meinem Anwalt damals 1997 aufgesetzt,
    so war mal das Gesetz – hat aber kein Bestand mehr,
    ich arbeite seit 1998 gänzlich alleine,
    aber ich habe es nie gelöscht,
    ich weiß das meine AGB immer kopiert werden,
    das Thema hatten ich hier schon mal gehabt – weil geschrieben wurde das ich wohl geklaut hätte,
    da hinter verbirgt sich das meine damals beste Freundin 1998 für mich eingesprungen war und sich die Kunden zu Hause an Land gezogen hatte

    nagelelse wenn Du es von meiner Seite hast wäre das okay,
    wenn es von einer anderen Seite ist dann schick mir bitte den link doch mal per PN und ich kann nachgucken ob die von mir geklaut hat

    #564995

    nagelelse
    Teilnehmer

    ne Marion, ist nicht von Deiner Seite. Schicke Dir den Link 🙂

    #564983

    mandy77
    Teilnehmer

    Weiß zwar nicht wie die Rechtslage ist Marion mir geht da aber so einiges durch den Kopf. War Selbständig um nicht “Scheinselbständig” zu sein sind es “Ihre” Kunden und nicht die Kunden des “Studios”, als bei Dir Angestellte wäre es wieder anders. Denke so kannst Du nicht viel machen, würde mir aber dennoch mal eine Beratung vom Anwalt holen.

    Zu der Sache der AGB habe das auch so drin, werden wohl mehrere drin haben, und ich denke es bezieht sich auf Angestellte im Studio, und zwar geht es darum wenn Designs erstellt werden die es so nur in diesem Studio gibt, dann dürfte wohl klar sein was damit gemeint ist. Mit einer als Selbständigen arbeitetenden “Mitarbeterin” hat man sowieso einen einzelnen Vertrag in welchem diese Sachen einzeln geregelt sind. Ob das dem BGB widerspricht kann ich im einzelnen nicht sagen, das müßte sich ein Anwalt mal ansehen, wobei ob man das abschließend klären kann wage ich zu bezweifeln. Das wird wohl wie in den meisten Fällen auf den Einzelfall ankommen.

    Im einzelnen kann ich mir denken, wenn ein Enzo, eine Pauline oder andere ein Design selbst entwickeln und dies für sich so beanspruchen, wenn dies dann immer und immer wieder kopiert wird, dafür denke ich sollte zum einen eine solche Klausel sein, zum anderen das bei einer Trennung von einer oder mehreren Angestellten, zumindest der Arbeitgeber um schriftliche Erlaubnis gebeten werden sollte, das man Designs und Kunden an einem anderem Ort weiter ausführen darf. So verstehe ich das. Also wirklich mehr hinein interpretieren möchte ich da jetzt nicht.

    Wenn es unsere Seite betreffen sollte, dann muss man daraus kein Geheimniss machen, da wir nicht angeschrieben worden sind von Dir Nagelelse, denke ich wirst Du eine andere Seite meinen und somit auch sehen, das es sicherlich noch hundert andere gibt die dies auch so in ihren AGB drin stehen haben.

    Übrigends AGB ist Nennung Adresse nicht Pflicht, man bezeichnet dann immer es so z.B. “das Studio” und “der/die Kunde(in)”.

    Im Impressum besteht Kennzeichnungspflicht da sollte man sich auch peinlich genau dran halten.:cool:

    #565001

    ichich
    Teilnehmer

    @ Marion: Hast Du keinen Vertrag mit ihr gemacht?
    Ich mache nichts ohne Arbeitsvertrag.
    Ohne hast Du schlechte Karten. Sie ist selbständig und hat ihre eigenen Kunden. Diese kann sie auch ansprechen wenn sie umzieht.

    #564989

    wamnails
    Teilnehmer

    mit oder ohne vertrag, es spielt keine rolle.
    du kannst eine unlautere wettbewerbsklausel einbauen und untersagen, daß die mitarbeiterin z.b die nächsten 6 monate eine bestimmte tätigkeit nicht ausüben darf. das ist aber mal so richtig teuer. ich habe so einen vertrag vom anwalt vorliegen.
    der gesetzgeber sieht es auch so, daß die MA für dich umsatz generiert hat und damit auch ansprüche abgegolten sind.
    es ist nicht verboten dem kunden mitzuteilen, daß man später woanders arbeiten wird.
    als studiobesitzer habe ich keinen anspruch auf den kunden. seht es einfach so, ein kunde hat sich an die mitarbeiterin gewohnt, mag diese menschlich sehr gerne. der kunde wird alle hebel in bewegung setzen um diese zu finden. der kunde hat dein studio ja besucht weil deine mitarbeiterin gute arbeit geleistet hat.
    es ist einfach so. wir habe viele gespräche mit unserem anwalt geführt.

    natürlich ist man menschlich von der ma enttäuscht. laßt diese leute ziehen. jeder hat daß recht auf eine eigene existenz. wie auch immer.

    lg uschi

    #564996

    nagelelse
    Teilnehmer

    Ich meine keine HP von einer hiesigen Userin. Wenn dem so wäre, hätte ich diejenige direkt gefragt 😉

    @mandy77 – meine Frage nach der Nennung des Ansprechpartners bezog sich ausschließlich aus das Impressum, nicht auf die AGB.

    #564997

    nagelelse
    Teilnehmer

    @wamnails 987735 wrote:

    mit oder ohne vertrag, es spielt keine rolle.
    du kannst eine unlautere wettbewerbsklausel einbauen und untersagen, daß die mitarbeiterin z.b die nächsten 6 monate eine bestimmte tätigkeit nicht ausüben darf. das ist aber mal so richtig teuer. ich habe so einen vertrag vom anwalt vorliegen.
    der gesetzgeber sieht es auch so, daß die MA für dich umsatz generiert hat und damit auch ansprüche abgegolten sind.
    es ist nicht verboten dem kunden mitzuteilen, daß man später woanders arbeiten wird.
    als studiobesitzer habe ich keinen anspruch auf den kunden. seht es einfach so, ein kunde hat sich an die mitarbeiterin gewohnt, mag diese menschlich sehr gerne. der kunde wird alle hebel in bewegung setzen um diese zu finden. der kunde hat dein studio ja besucht weil deine mitarbeiterin gute arbeit geleistet hat.
    es ist einfach so. wir habe viele gespräche mit unserem anwalt geführt.

    natürlich ist man menschlich von der ma enttäuscht. laßt diese leute ziehen. jeder hat daß recht auf eine eigene existenz. wie auch immer.

    lg uschi

    so sehe ich das auch. Hab bei meinem Friseur z.B. auch “meine” Friseurin und würde dann mit ihr gehen, wenn sie wechseln sollte, da ich ja mit ihrer Leistung zufrieden bin. Ich denke, in der Friseur- und Nagelbranche ist es nun einmal so, daß die Kunden auf einen Dienstleister “eingeschossen” sind und nicht so gerne wechseln wollen. Daran werden auch solche AGB nix ändern, da sich wohl die wenigsten Kunden vorschreiben lassen, in welches Studio sie gehen.

    Wenn es natürlich um Eigenkreationen im Designbereich geht, sieht die Sache was Urheberrecht etc. betrifft anders aus. Das sollte dann aber doch eine interne Absprache zwischen Chef und MA sein, denn damit hat der Kunde ja nix zu tun und somit haben solche Absprachen mMn in den AGB nix zu suchen.

    Kenne ein Beispiel, auch aus der Nagelbranche. Ein gutgehendes Studio (2 Friseurinnen als GF, selbst Nicht-ND und nur zur Abrechnung vor Ort), hatten 2 super ND. Die eine war wohl etwas pampig zu der einen Chefin, flups Kündigung mit Freistellung von 3 Monaten wg. Konkurrenzklausel – natürlich bei vollem Gehalt. Ein adäquater Ersatz wurde nicht so schnell gefunden, die andere ND hat Überstunden ohne Ende geschoben, irgendwann hat es ihr gereicht und sie hat sich nach was anderem umgeschaut. Ende vom Lied: Nun arbeiten beide ND in einem Kosmetikstudio, fast alle Kunden sind ihnen gefolgt und das Studio der beiden Friseurinnen ist zu. Also nützt so eine Klausel in der Realität wohl eher wenig. Wenn die Kunden einen finden wollen, schaffen sie es auch. Sicher ist das ziemlich sch… gelaufen für die beiden Friseurinnen, aber das ist das beste Beispiel, daß der Kunde entscheidet, wo er hingeht.

    #564985

    marion boos
    Teilnehmer

    von einem befreundeten Raststättenpächter weiß ich das wenn Angestellte dort gearbeitet haben für 1 Jahr wenn die den hiesigen Arbeitgeber kündigen nicht bei der nächsten Raststätte arbeiten dürfen, das wird denen im Vertrag schon vor der Unterschrift quasi vorgelegt

    missmarion eigentlich kannst Du dagegen vorgehen wenn Du einen Arbeitsvertrag mit ihr ausgemacht hast bzw. wenn Du auf Deine AGB hingewiesen hast und wenn Du nachweisen kannst das sie Dir Kunden abgeworben hat,
    aber prinzipiell ist das immer sehr schwierig,
    sowie wamnails schon schrieb

    #564998

    nagelelse
    Teilnehmer

    @marion Boos 987742 wrote:

    von einem befreundeten Raststättenpächter weiß ich das wenn Angestellte dort gearbeitet haben für 1 Jahr wenn die den hiesigen Arbeitgeber kündigen nicht bei der nächsten Raststätte arbeiten dürfen, das wird denen im Vertrag schon vor der Unterschrift quasi vorgelegt

    was ist da der Grund *aufderleitungsteh*

    #564986

    marion boos
    Teilnehmer

    die können Firmenintern ausplaudern und das ist wohl in jeder Raststätte so mittlerweile

    #564999

    nagelelse
    Teilnehmer

    @marion Boos 987751 wrote:

    die können Firmenintern ausplaudern und das ist wohl in jeder Raststätte so mittlerweile

    sorry, ich verstehe es immer noch nicht 😐 Was gibt es denn bei einer Raststätte für Firmeninternas auszuplaudern? Wer der Brötchenlieferant ist, in welchem Großmarkt die Wurst oder der Käse gekauft wird, wie die Tois geputzt werden? Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich überzogen, einen Mitarbeiter dann für ein Jahr zu “sperren”.

    In Bereichen, wo es wirklich um Kohle geht (Mergers and Acquisitions bei Investmentbanken z.B.) kann ich das absolut nachvollziehen. Da haben die jeweiligen Mitarbeiter ein umfangreiches Insiderwissen. Aber dafür gibt es dann auch die Regelung zum Verbot des Insiderhandels, bzw. Vereinbarungen, damit sie erst einmal von den Geschäften der jeweiligen Bank ferngehalten werden.

    Um es mal wieder auf unseren Bereich zu bringen, würde es absolut reichen, eine Konkurrenzklausel (kein Studio in 20 km Umkreis) in den Vertrag mit der Mitarbeiterin aufzunehmen bzw. ihr zu untersagen, Bestandskunden zu akquirieren. Aber das sind doch Vertragsmodalitäten, die in den AGB nix zu suchen haben, die für jeden Kunden einsehbar sind.

    #564990

    wamnails
    Teilnehmer

    nagelelse, nicht mal eine wettbewerbsklausel nutzt dir was.
    folgendes ist bei einem sehr bekannten friseur geschehen:
    obwohl die mitarbeiter nur den namen des kunden kannten, hat es ein mitarbeiter geschafft, nachdem er gekündigt hatte, den größten teil seiner kunden in die eigene selbständigkeit mitzunehmen.

    es reicht schon, wenn du im gespräch mit deinem kunden dumm erwähnst daß du bei facebook bist. so in etwa: ach frau müller, ich habe mir eine ganz tolle fb/hp seite eingerichtet. haben sie diese schon gesehen? ……

    so einfach geht das liebe else.

    jetzt stell dir mal vor, in meinem studio sind alles türen während der behandlung geschlossen und es dringt kein laut raus. wie soll ich bitte kontrollieren, welche gespräche meine damen führen.

    lg uschi

    #564987

    marion boos
    Teilnehmer

    nagelelse, ich kann es manchmal auch nicht verstehen

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