mindestalter der kunden

Dieses Thema enthält 20 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  kathie vor 9 Jahre, 6 Monate.

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  • #14456

    andreazx9r
    Teilnehmer

    hallo brauche mal eine auskunft von euch,
    habe eine kundin deren tochter möchte unbedingt künstliche nägel.
    sie ist erst 15 jahre aber ihre mutter gab das ok.
    ich hörte das man die nägel erst ab 18 modelieren sollte, stimmt das?
    lg.andrea

    #247757

    topolino27
    Mitglied

    ich mache es ab 16 jahre. obwohl schon 14jährige damit rum laufen. solarium finde ich gefährlicher.

    lg lena

    #247764

    kathie
    Teilnehmer

    Guten morgen…..
    es kommt immer ganz drauf an….also bei einer 15jährigen würde ich es schon machen….aber auch nur mit Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten…denn wenn man mal genauer hinschaut machen die jungen mädels ja schon viel mehr was ich schlimmer finde…siehe Solarium, Piercing, Alkohol etc….
    und wenn die Mutter über alles aufgeklärt wird und dann unterschreibt dann ist es ok für mich….

    #247758

    lilmara
    Teilnehmer

    ich mache es auch ab 16 jahren. finde, wie topolino schon sagt, solarium auch viel schlimmer. nägel wachsen ja immer noch raus, aber die haut vergisst noch nicht mal ein sonnenbad. (bin leider auch eine solariumgängerin)

    #247750

    hase1
    Teilnehmer

    Ich würde mir das OK der Mutter schriftlich geben lassen und gut isset! Warum erst ab 18? So eine Modellage ist doch nicht ungesund oder gefährlich? ! Außerdem kann sie doch jederzeit wieder entfernt werden.

    #247756

    andreazx9r
    Teilnehmer

    danke ihr seid spitze, na da wird sich aber die kleine freuen!

    #247745

    nailangel
    Mitglied

    ich würde es auch machen, hab selbst auch angefangen mit kunstnägeln als ich so 15 jahre alt war und das is schon 12 jahre her und heut sehen die mädchen sowieso viel älter aus und laufen auch so rum.
    ich hab karteikarten (auch aus dem nailboard) da unterschreibt mir die kundin das ich keine haftung übernehme um es kurz zu sagen. und damit is das für mich gegessen, wieso einverständniss der eltern, sie ist mit 15 jahren alt genug und du kannst rechtlich gesehen keinen ärger bekommen.

    #247746

    kaandi
    Teilnehmer

    Hallo,

    das Ganze hat rechtliche Gründe…ich such mal den Artikel den ich kürzlich gelesen habe und kopiere ihn hierein. So wie es dort beschrieben ist, mache ich es auch.

    LG Anja

    #247747

    kaandi
    Teilnehmer

    Minderjährige Kundinnen

    Kinder und Jugendliche im Nagelstudio

    Schöner Busen, perfekte Nase, volle Lippen. .. immer mehr junge Mädchen scheuen nicht mehr den Gang zum Schönheitschirurgen. Angesteckt vom Schönheitswahn des Lieblingspopstars und Dank dem dicken Geldbeutel der Eltern sind 14- oder 16-jährige Mädchen auf dem OP-Tisch der Schönheitschirurgen keine Ausnahme mehr. So ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr junge Kundinnen auch ein Nagelstudio aufsuchen, um sich den Traum schöner Fingernägel zu verwirklichen. Aber – und hier beginnt die Frage für die Studioinhaberin – „Ab wann darf ich einer jungen Kundin künstliche Fingernägel modellieren? “

    Seit 1975 tritt die Volljährigkeit und somit die volle Geschäftsfähigkeit bereits mit Vollendung des 18. Lebensjahres ein. Sobald das 18. Lebensjahr erreicht ist, können junge Frauen und Männer in Deutschland selbstständig Ihre Entscheidungen treffen, ohne Eltern, Vormund oder sonst jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Sie haben mit 18 auf jeden Fall die volle Geschäftsfähigkeit erreicht und sind mündig geworden. Einer Nagelmodellage nach Kundenwunsch steht rechtlich überhaupt nichts im Wege.
    Geschäftsfähigkeit
    Was ist aber mit jungen Kundinnen unter 18 Jahren? Das Gesetz unterscheidet zwischen verschiedenen Stufen der Geschäftsfähigkeit. Laut Definition ist die Geschäftsfähigkeit die „Fähigkeit, durch eigenes Handeln Verpflichtungen einzugehen und Rechte zu erwerben“. Die rechtliche Unterteilung dient zum Wohle und Schutz des Jugendlichen.
    Kinder bis zum 7. Geburtstag sind vollkommen geschäftsunfähig. Sie dürfen grundsätzlich überhaupt nichts kaufen, außer vielleicht Bonbons und dergleichen. Wird mehr als von den Eltern erlaubt gekauft, kann der gekaufte Gegenstand zurückgegeben werden und der Verkäufer muss die Ware wieder annehmen und das Geld erstatten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass eine unter Siebenjährige bereits den Wunsch hegt, künstliche Fingernägel zu tragen. Aber natürlich ziehen vor allem bunte Farben die Kleinen magisch an. Viele möchten der Mama oder der großen Schwester nacheifern und auch lackierte Fingernägel haben. Manche Hersteller bieten daher bereits wasserlösliche Kindernagellacke an. Dennoch dürfen aufgrund der fehlenden Geschäftsfähigkeit von kleinen Kindern nur die Eltern solche Lacke für ihre kleinen „Prinzessinnen“ kaufen.
    Taschengeldparagraph
    Zwischen 7 und 18 Jahren gilt der so genannte „Taschengeldparagraph“ (§110 BGB). In diesem Alter besteht eine beschränkte Geschäftsfähigkeit für altersübliche, geringfügige Geschäfte. Ausgeschlossen sind schriftliche Verträge, Ratenkäufe und Kredite. Als altersübliches Geschäft gilt beispielsweise der Kauf einer CD, eines Buches und dergleichen. Dinge, die so teuer wie ein Fernseher oder eine Stereoanlage sind, dürfen nur mit dem Einverständnis der Eltern gekauft werden. Bei fehlendem Einverständnis der Eltern ist der Kauf auf Grund der mangelnden Geschäftsfähigkeit nicht rechtswirksam und kann wieder rückabgewickelt werden. Ein Problem stellt sogar ein geschenktes Haustier dar: Es darf zwar als Geschenk angenommen werden, die Verpflegung desselben kostet jedoch Geld, daher ist auch hier die Einwilligung der Eltern notwendig.
    Da sich die Kosten für eine Nagelmodellage in der Regel über dem üblichen Rahmen eines Taschengeldes bewegen, ist für einen Besuch des Studios von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren meist die Einwilligung der Eltern notwendig. Natürlich gibt es auch hier in der Praxis eine „Grauzone“. Was ist mit jungen Kunden, die augenscheinlich über genug Mittel verfügen und sich durchaus auch andere kostspielige Dinge leisten können? Wäre das Geschäft dann durch den Taschengeldparagraphen abgedeckt? Ganz eindeutig lässt sich diese Frage nicht beantworten. Der §110 BGB besagt im Wortlaut:
    „Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.“
    Das Gesetz ermöglicht, dass Jugendliche auch ohne Beisein der Eltern etwas kaufen können. Allerdings entscheiden nach wie vor die Erziehungsberechtigten über Zweck bzw. Höhe der frei verfügbaren Beträge. Der Paragraph ist Auslegungssache. Wer sich Scherereien ersparen möchte, sollte stets das elterliche Einverständnis einholen.

    Auf der sicheren Seite
    Erst ab der Volljährigkeit gelten keine Schutzbestimmungen mehr. Für Entscheidungen muss man ab dem 18. Geburtstag persönlich einstehen und kann in vollem Umfang Geschäfte tätigen. Allerdings wirken viele junge Mädchen häufig älter und reifer als sie es laut Geburtsdatum tatsächlich sind. Hier hilft nur ein gewisses Feingefühl und konsequentes Nachfragen! Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich im Zweifelsfall den Personalausweis der Kundin zeigen lassen.
    Bei Nachweis der Volljährigkeit kann ohne rechtliche Bedenken eine Nagelmodellage durchgeführt werden. Wenn ein eigenes Einkommen oder ein großzügiges Taschengeld glaubhaft nachgewiesen werden, ist eine Nagelmodellage bei Jugendlichen ebenfalls möglich. Allerdings besteht dabei ein gewisses Risiko für die Nagelmodellistin. Sollte sich ein junges Mädchen ohne eigenes Geld oder Einkommen und ohne Einwilligung der Eltern Nägel modellieren lassen und die Eltern sind nicht einverstanden, dann können die Eltern durchaus auf die Rückzahlung des geleisteten Betrages bestehen. Da die „Ware“ als solche nicht zurückgegeben werden kann, hat die Nagelmodellistin in diesem Fall das finanzielle Nachsehen. Daher ist es ratsam, bei Minderjährigen grundsätzlich um die Einverständniserklärung der Eltern zu bitten, am besten schriftlich.
    Gerade sehr junge Mädchen lassen sich sehr schnell begeistern und zu Entscheidungen hinreißen, welche Sie später bereuen oder mit denen die Eltern nicht einverstanden sind. In der Praxis ist es daher empfehlenswert, zunächst ein Beratungsgespräch zu führen und gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass sich die Entscheidung für künstliche Fingernägel auf das monatliche Taschengeldbudget erheblich niederschlägt. Auf der sicheren Seite befinden Sie sich, wenn Sie gegebenenfalls die Mutter mit in das Beratungsgespräch im Studio einbeziehen. Vielleicht gewinnen Sie ja durch die professionelle Beratung nicht nur eine, sondern sogar zwei neue Kundinnen?

    Quelle: Nailpro 2007 Heft 07
    Ileana Schnell

    #247759

    lilmara
    Teilnehmer

    der artikel ist echt top.
    also ich werde jetzt immer bei mädchen uner 18 jahren einfach die eltern anrufen. lass mir also dann mal schnell die nummer geben und sag entweder ganz gerade heraus, dass ich mal grad eben ihre mama anrufen muss, um zu überprüfen, ob sie das wirklich darf (würde ich so dann bei 15 jährigen machen). wenn die mädels jetzt schon 16 oder 17 sind, wäre es ihnen vll peinlich, wenn ich nachfrage (weil sie schließlich keine kinder mehr sind aus ihren augen). dann würde ich einfach sagen “moment mal. ich habe oben was vergessen.” laufe hoch und ruf schnell mal an und frage nach. glaube sowieso, dass die eltern das super fänden würden. auch wenn sie es den kindern erlauben. sowas zeugt doch auch sehr von qualität finde ich.

    #247751

    hase1
    Teilnehmer

    Und was machst Du, wenn Du die Eltern nicht erreichst?

    #247760

    lilmara
    Teilnehmer

    mhh ok. hab ich noch nicht drübr nachgedacht ^^ dann müsste ich mir wohl odr übl die handynummer geben lassen.

    #247752

    hase1
    Teilnehmer

    Also das mit dem Telefonieren finde ich einfach zu unsicher. Weißt Du manche Menschen sind eben sehr komisch und vergesslich. Die können sich dann auf einmal nicht mehr an ein Telefonat erinnern wenn’s hart auf hart kommt. Und dann stehst Du da. ..! Ich würde es mir lieber schriftlich geben lassen – dann bist Du auf der sicheren Seite.

    LG

    #247761

    lilmara
    Teilnehmer

    ja da haste recht. ist wohl wirklich besser. aber dann muss ich ja die mädels erst wieder nach hause schicken. oder sollte ich am besten direkt bei teerminvereinbarung bescheid sagen, dass sie ne einverständniserklärung mit bringen sollen? wäre wohl besser gell?

    #247753

    hase1
    Teilnehmer

    Jo! Noch besser wäre es natürlich wenn ein Erziehungsberechtigter mitkommt. Dann kannst Du auch sicher sein, dass Deine Kundin das Zettelchen nicht allein geschrieben hat. .. ;)! Kann mich ja noch an meine “Jugendzeit” erinnern. .. hihi!

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