Mobiles Nageldesign

Dieses Thema enthält 12 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  karo6407 vor 9 Jahre, 2 Monate.

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  • #1862

    lillyprune
    Teilnehmer

    Hallo! Kann mir jemand sagen wie ich beim mobilen Nageldesign vorgehen soll und was ich alles beachten muss? Gehe Hauptberuflich beim Anwalt arbeiten und wollte dies erstmal als Nebengewerbe anmelden… Vielen Dank 🙂

    #69626

    angelika 61
    Teilnehmer

    hallo,
    eisdrachen könnte dir da bestimmt einen guten tip geben. die macht auch mobiles nagelstudio.

    liebe grüsse aus kiel

    #69621

    patricia
    Teilnehmer

    Was meinst du mit vorgehen?
    Möchtest du das Gewerbe anmelden oder hast du es schon angemeldet?
    Könntest du etwas konkreter werden?

    #69625

    dany
    Teilnehmer

    Also muss da nicht der Arbeitgeber auch einverstanden sein?

    #69628

    lunamay
    Teilnehmer

    Ja der Hauptarbeitgeber muss grundsätzlich sein okay geben, kann bei nicht nachfragen sogar unter Umständen ein Kündigungsgrund sein.

    #69629

    lillyprune
    Teilnehmer

    Ne, hab noch garnichts angemeldet. Wollt wissen, was ich als erstes tun muss und worauf ich achten muss. 🙂

    #69622

    [email protected]
    Teilnehmer

    Also ich habe erst mal meinen Arbeitgeber um Erlaubnis gefragt. Der hat mir entsprechend eine Nebentätigkeitsgenehmigung ausgestellt.

    Anschließend habe ich beim Ordnungsamt (wo das Gewerbeamt angesiedelt ist) meine Gewerbeanmeldung vornehmen lassen, die mir auch entsprechend sofort ausgehändigt wurde. Angemeldet habe ich: “Nageldesign/-modellage (mobil) sowie Verkauf von Kosmetikprodukten und Accessoires”.

    Ca. 1-4 Wochen später bekommst du automatisch Post vom Finanzamt. Du musst einen Bogen ausfüllen, auf dem du angibst, dass man dich als Kleinunternehmer führen möge. Ferner musst du deine voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben für das Gründungsjahr und für das Folgejahr angeben (sollte von dir einigermaßen realistisch überschlagen werden). Ferner musst du die Einnahmen und die voraussichtlichen Sonderausgaben aus deinem Hauptberuf mit angeben. Und halt noch ein paar kleine Details. Das ganze schickst du zurück zum Finanzamt innerhalb der vom Finanzamt vorgegebenen Frist. Die Daten werden dann – wenn ich das richtig verstanden habe – automatisch an die IHK und HWK weitergeleitet. Deswegen musst du auch auf dem Bogen vom Finanzamt angeben, wo dein Schwerpunkt liegt: halt Modellage oder Verkauf.

    Ja, und irgendwann wird sich dann schon die Kammer, die sich für dich zuständig fühlt, bei dir melden. Wenn du Pech hast, ist das die HWK, bei der du grundsätzlich höhere Beträge entrichten musst, bzw. eher welche entrichten musst. Dann musst du entscheiden, ob du dich mit entsprechendem Urteil, dass Modellage kein Handwerk ist, gegen die HWK wehrst und darauf bestehst, bei der IHK eingetragen zu werden, oder ob du keine Lust auf diese Schlacht hast Bei einer von beiden Kammern musst du auf jeden Fall eingetragen werden 🙂

    Darüber hinaus kannst du dir nach deiner Gewerbeanmeldung schon mal Angebot bei verschiedenen Versicherungen über eine Berufshaftpflichtversicherung einholen (gute Konditione bieten die Alte Leipziger, die AXA und Ulrich-Versicherungen). Für eine solche Versicherung musst du zwischen 80 und 150 € im Jahr einplanen, je nachdem, was für ein Angebot du annimmst.

    Auch solltest du von Anfang an über deine Buchführung nachdenken. Elektronisch am PC? Kassenbuch offline? Etc. Alle Quittungen am besten immer zeitnah schön abheften und sortieren. Auch schon mal drüber nachdenken, welche Kosten – unabhängig vom reinen Material – du noch so bei deiner jährlich anhfallenden Steuererklärung so anzusetzen sind. Als Beispiele: Studioeinrichtung, nutzt du dein Handy/Telefon teilweise privat, teilweise beruflich? Dann die kosten im entsprechenden Verhältnis aufteilen und anrechnen. Das gleiche gilt für deinen PC (Buchhaltung per Software? etc) und deinen Internetanschluss (Weiterbildung und Recherche in Fachforen) – kannst du zu dem Teil, den du beruflich nutzt (zum Beispiel: 30 % berufliche Nutzung, 70 % private Nutzung), als Kosten ansetzen. Hast du evtl. eine Homepage, für die Kosten anfallen? Wie sieht es mit Fahrtkosten aus? (Achtung, solltet man möglichst auch beim mobilen Naildesign nicht ansetzen, da sonst ganz schnell die GEZ vor deiner Tür steht wegen deinem Autoradio -)) Oder Kosten fürs Marketing: Flyer, Terminkarten, Kundengeschenke etc., auch Bewirtungskosten kannst du angeben. Das waren jetzt nur ein paar Beispiele und ganz bestimmt nicht abschließend 🙂 Wenn man da selber nicht so den Plan hat und sich schwer tut, sich da reinzurbeiten, dann muss man sich überlegen, diese Dinge einem Steuerberater zu überlassen. Wenn man sich hier allerdings selbst weiss zu helfen, dann kann man hier eine Menge Geld sparen.

    Das wäre es erst mal fürs Erste Fakt ist: ERST mal Gedanken über eine Art “Fahrplan” machen, und dann gezielt loslegen, dann klappt es meistens auch reibungslos und ohne böse Überraschungen 🙂

    Liebe Grüße,
    Manuela

    P.S. Eins habe ich noch vergessen: wenn du irgendwann nicht mehr mobil arbeiten möchtest, sondern von zu Hause aus: das ist nicht so einfach, wenn man Mieter einer Wohnung/eines Hauses ist. Erstens muss es in der Gegend überhaupt möglich sein, ein solches Gewerbe auszuüben von zu Hause (bei reinen Wohngebieten geht das offiziell nicht) und dann muss das Bauamt erst mal einer Nutzungsänderung zustimmten. Daran sind Auflagen gebunden (Stellplätze, Gäste-Toilette etc.). Und der Vermieter muss natürlich auch zustimmen. Hast du dein eigenes Haus/Wohnung, dann musst du dich nur ums Bauamt kümmern 🙂

    #69630

    lillyprune
    Teilnehmer

    Hey vielen Dank für die Antwort. Hast ja richtig Mühe gegeben.:P Muss ich denn unbedingt meinen Chef fragen, bzw. wollen die beim Amt eine Erlaubnis sehen oder geht das auch ohne? Da riskiere ich es lieber gekündigt zu werden. Möchte sowieso aus diesem Beruf raus und will mir dass durch die nicht versauen lassen:) Wie ist dass denn, wenn ich auch noch zusätzlich einen Vertrieb von Produkten betreiben möchte, wie gehe ich denn da vor? Verdient man da gut bei oder lohnt sich das nicht?

    Ich hatte mir vorgenommen nicht nur Nägel zu modellieren sondern auch Masken, Make -up, Hot-Stone, Fruchtsäurepeeling usw. anzubieten. Das wollte ich erstmal nebenbei machen und wenn ich genug Kunden habe dann später hauptberuflich.

    #69623

    [email protected]
    Teilnehmer

    Also, die Nebentätigkeitsgenehmigung (ob mündlich oder schriftlich erteilt) ist nicht Voraussetzung für deine Gewerbeanmeldung. Das ist beides unabhängig voneinander.

    Die Erlaubnis deines Arbeitgebers zur Durchführung einer Nebentätigkeit brauchst du nur, wenn du sichergehen willst, dass du nicht in deinem Hauptjob gekündigt wirst, denn das kann definitiv als Kündigungsgrund herangezogen werden. Das ist deshalb der Fall, weil du ja in deinem Hauptjob
    eine gewisse Leistung erbringen musst. Wenn du aufgrund deiner Nebentätigkeit aber dauernd müde, krank oder sonstiges bist, dann kann der Arbeitgeber dir eine solche Nebentätigkeit versagen.

    Nun sagst du aber, dass es dir egal sei, ob du gekündigt wirst oder nicht. Gut, dass ist natürlich deine eigene, persönliche Entscheidung, bei der dir keiner helfen kann, aber ich persönlich habe so meine Probleme damit, wie man so eine Aussage in der heutigen Zeit treffen kann 😉 Aber das muss dich ja nicht weiter stören, denn du gehst DEINEN Weg 😉

    Zu dem Vertrieb von Produkten:
    Das nimmt man ja in der Regel mit in die Gewerbeanmeldung mit auf, weil du deinen Kunden ja auch gerne mal eine Handcreme, Nagelöl, Feilen oder was auch immer verkaufen möchtest. Dafür reicht die Angabe Nagelmodellage oder Nageldesign im Gewerbeschein nicht aus, da der Verkauf quasi unter den Handel fällt, und somit etwas anderes ist als die Modellage. Modellage ist im weitesten Sinne schon irgendwo ein Handwerk, zumindest aber eine Dienstleistung im kosmetischen Bereich. Der Vertrieb bedeutet also nicht, dass du unbedingt einen Shop haben musst oder sowas, sondern es geht wirklich nur darum, dass du mit den Waren auch handeln (Einkauf/Verkauf) kannst. Ob du dabei gut verdienst, hängt von vielen Faktoren ab: Marketing, Verkaufsstrategie, eigenes Auftreten (wenn man direkt beim Modellagenkunden was verkaufen möchte usw., kann man also pauschal nicht bewerten 🙂

    Zum Thema Masken, Gesichtspeeling etc.: Das gehört weder zum Bereich Nageldesign, noch zum Bereich Vertrieb. Das heisst, auch diese Tätigkeit muss im Gewerbeschein mit angegeben werden. Ob es sich bei diesen Dingen um ein genehmigungspflichtiges Gewerbe handelt, weiss ich jetzt nicht auswendig: wenn ja, dann musst du erst einen Ausbildungsnachweis beim Gewerbeamt vorlegen, damit du hierfür eine Genehmigung bekommst. Sollte es nicht genehmigungspflichtig sondern nur anzeigepflichtig sein (so wie die Modellage und der Vertrieb von Kosmetikprodukten), dann bekommst du deine Gewerbeanmeldung anstandslos sofort ausgehändigt 🙂

    Liebe Grüße,
    Manuela

    @lillyprune 48598 wrote:

    Hey vielen Dank für die Antwort. Hast ja richtig Mühe gegeben.:P Muss ich denn unbedingt meinen Chef fragen, bzw. wollen die beim Amt eine Erlaubnis sehen oder geht das auch ohne? Da riskiere ich es lieber gekündigt zu werden. Möchte sowieso aus diesem Beruf raus und will mir dass durch die nicht versauen lassen:) Wie ist dass denn, wenn ich auch noch zusätzlich einen Vertrieb von Produkten betreiben möchte, wie gehe ich denn da vor? Verdient man da gut bei oder lohnt sich das nicht?

    Ich hatte mir vorgenommen nicht nur Nägel zu modellieren sondern auch Masken, Make -up, Hot-Stone, Fruchtsäurepeeling usw. anzubieten. Das wollte ich erstmal nebenbei machen und wenn ich genug Kunden habe dann später hauptberuflich.

    #69627

    lady blossom
    Teilnehmer

    soweit ich weiß, muss man doch dem arbeitgeber nichts melden oder? Nur, wenn man einen Konkurrenzbetrieb gründet oder?

    #69624

    schlumpfstrumpf
    Mitglied

    @lillyprune 48598 wrote:

    Ich hatte mir vorgenommen nicht nur Nägel zu modellieren sondern auch Masken, Make -up, Hot-Stone, Fruchtsäurepeeling usw. anzubieten. Das wollte ich erstmal nebenbei machen und wenn ich genug Kunden habe dann später hauptberuflich.

    Bist du den Kosmetikerin? Mit Fruchtsäure zu hantieren ohne Ausbildung kann derbe ins Auge gehen… Auch mit Hot Stones muss man sich auskennen.Ich weiß wovon ich rede, bin gelernte Kosmetikerin und arbeite auch in dem Beruf.

    #69631

    frank70
    Teilnehmer

    @lady blossom 69269 wrote:

    soweit ich weiß, muss man doch dem arbeitgeber nichts melden oder? Nur, wenn man einen Konkurrenzbetrieb gründet oder?

    Dem Arbeitgeber muss man es melden und einen Konkurenzbetrieb aufzubauen ist ein Kündigungsgrund (Muss aber nicht sein).

    #69632

    karo6407
    Teilnehmer

    hi, hab mal ne frage!möchte ein gewerbe an melden und dann mobil unterwegs sein, ist es richtig, dass ich nach dem ich meinen bogen und die 26 euro beim amt abgegeben habe quasi sofort los legen könnte? oder dauert das dann noch?

    lg

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