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Muß auf die Quittung unbedingt der Kundenname mit drauf?

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Dieses Thema enthält 46 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Maike Sieber vor 2 Jahre, 3 Monate.

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 47)
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  • #37162

    comtesse
    Teilnehmer

    Hi, bräucht mal bitte euere Hilfe. .. hab mich dazu entschlossen, ab sofort Quittungen auszustellen. .. allerdings möchte ich nicht so gern, dass da der Name der Kundin draufsteht!

    Muß das sein? Kann man den einfach weglassen oder z.B. iwelche “Fantasie-Namen” oder z.B. nur den Vornamen nehmen?

    Wenn ich z.B. zum Frisör gehe, dann bekomm ich doch auch nur nen Kassenzettel, wo mein Name nicht draufsteht. ..

    übrigens, bin Kleinunternehmerin und nicht UST-pflichtig, deshalb nur Einnahmen-Überschuss-Rechnung. .. möchte aber auch ab sofort ein Kassenbuch führen und dass dann alles komplett is auch die Quittungen :o)

    Ganz lieben Dank :o)

    #553933

    mietzie01
    Teilnehmer

    hey!
    also, ich bin auch kleinunternehmenerin und schreib auf meinen quittungen immer nur den vornamen der kundin drauf und hab damit noch nie probleme gehabt!
    lg mietzie

    #553925

    comtesse
    Teilnehmer

    @mietzie01 972750 wrote:

    hey!
    also, ich bin auch kleinunternehmenerin und schreib auf meinen quittungen immer nur den vornamen der kundin drauf und hab damit noch nie probleme gehabt!
    lg mietzie

    nimmst du dann nen normalen Quittungsblock? Ich hab mir etz mal den bestellt. ..
    http://www.ebay.de/itm/Quittung-Quittungsblock-50-Blatt-Kleinerunternehmerregelung-19-UstG-Nagelstudio-/160731989107? pt=DE_Haus_Garten_Home_Office_Hefte_Bl%C3%B6cke_Ringb%C3%BCcher&hash=item256c5f8473

    #553956

    saphira1981
    Teilnehmer

    *flüster* der ist ohne “automatische” Kopie für Dich…

    #553957

    gruenderagentur
    Teilnehmer

    Hallo “Comtesse”,

    ohne mich hier als Besserwisser hinzustellen, möchte ich nur kurz zur Begriffserklärung beitragen.

    Erstmal der Unterschied zwischen Quittung und Rechnung:

    Grundlegender Unterschied ist, daß eine Quittung den Empfang einer Sache bestätigt, eine Rechnung hingegen eine Forderung darstellt.

    Eine Rechnung kann auch gleichzeitig eine Quittung sein, wenn sie etwa den Hinweis “Betrag erhalten” beinhaltet (evtl. auch implizit, vgl. Kassenzettel).

    Anspruch auf eine Quittung hat der Kunde (und nicht nur der, sondern jeder Teilnehmer an einem Rechtsgeschäft) grundsätzlich immer, da er nur so beweisen kann, eine Barzahlung durchgeführt (oder einen (reklamierten) Artikel übergeben oder…) zu haben.

    Anspruch auf eine Rechnung hat man zB beim Kauf grundsätzlich, da es dem Käufer nur so möglich ist, den Nachweis darüber zu führen, dass er MWSt auf den Kaufpreis gezahlt hat.

    So, jetzt sehen wir schon mal, dass diese beiden Dokumente im steuerrechtlichen, sowie auch im juristischen Sinne zwei total verschiedene Dokumente sind. Für zwei unterschiedliche Aktivitäten.

    Um auf Deine Frage zurück zu kommen, hat Dein Kunde ein Anrecht auf die Ausstellung einer Quittung. Denn nur mit dieser könnte er auch beweisen, dass er Dir den Rechnungsbetrag übergeben hat. Und nur das bescheinigst Du durch die Übergabe einer Quittung.

    Damit dieser Beweis durch Deinen Kunden allerdings auch juristisch einwandfrei ist, sollte natürlich u.a. auch der komplette Kundenname auf der Quittung stehen. Sonst bringt so ein Zettel ja absolut nichts.

    So, wenn ich nun schon mal dran bin, mache ich jetzt noch ein bisschen weiter.

    Da Deine ausgestellten Quittungen keinerlei steuerrechtlichen Charakter haben, brauchst Du Sie auch nicht Deinem Kassenbuch beilegen, welches Du jetzt ja freiwilig führen möchtest. Eine Verpflichtung besteht bei Dir nicht, da Du die Gewinnermittlung durch die EÜR durchführst.

    Nebenbei bemerkt:

    übrigens, bin Kleinunternehmerin und nicht UST-pflichtig, deshalb nur Einnahmen-Überschuss-Rechnung. ..

    Die Tatsache, dass Du Deine Gewinnermittlung per EÜR vornehmen darfst, hat nichts damit zu tun, ob Du USt-pflichtig bist oder nicht. Du bist ja “nur” deshalb von der Berechnung der USt. befreit, weil Du in dem jeweiligen Formular die sog. Kleinunternehmerregelung beantragt hast (Umsatz < 17.5000, -). Neben der jeweiligen Rechtsform ist für eine Entscheidung (EÜR oder Bilanz) nur der Gewinn, bzw. Umsatz (50.000, -/500.000, -) maßgebend.

    Abschließend möchte ich nochmals erwähnen, dass meine Zeilen nicht Oberlehrerhaft wirken sollten.

    Viele Grüße aus Köln

    Volker

    #553940

    bmwbunny500
    Teilnehmer

    @gruenderagentur 972773 wrote:

    Abschließend möchte ich nochmals erwähnen, dass meine Zeilen nicht Oberlehrerhaft wirken sollten.

    Das tut es nicht Volker..
    Vielen Dank…;)

    #553926

    comtesse
    Teilnehmer

    @ Volker – danke für die ausführliche Antwort, und ich hab sie nicht als “oberlehrerhaft” verstanden *lach*

    Die Quittungen will ich eigentlich nur für mein Kassenbuch, da keine meiner Kundinnen jemals eine Quittung verlangt hat :o)

    Es heißt doch immer, man braucht für ALLES einen Beleg, nicht dass das FA noch Probleme macht. .. deshalb dachte ich, ich mach eben meine Quittungen und auch Eigenbelege für Privatentnahmen etc.
    Denn einfach ne Excel-Tabelle mit Einnahmen/Ausgaben gegenüberstellen reicht doch dem FA nicht, oder? Kann doch zu leicht verändert werden. .. und wenn man dann nicht mal Belege über die Einnahmen hat *kopfkratz*. .. wie sollte man die denn sonst “nachweisen”? Dann könnt ich ja alles von bis reinschreiben. ..
    LG

    #553958

    gruenderagentur
    Teilnehmer

    Hallo “Comtesse”,

    ich werde mich am Freitag mal drangeben, auf Deine Einzelfragen zu antworten. Morgen (Vatertag) bin ich erst einmal unterwegs und komme deshalb nicht dazu.

    Wenn Du möchtest, können wir allerdings auch noch einen anderen Weg gehen. Ich biete Dir an, dass wir das “Frage-Antwort Spiel” auch am Telefon machen können. Ich denke, dass das vielleicht auch der bessere und effektivere Weg ist. Dadurch begibt man sich nicht in eine ellenlange Schreiberei und kann offene Fragen direkt bearbeiten.

    Ich beiße nicht, ich tue nichts und es ist kostenlos.

    Ich würde Dir auch empfehlen, für 24, – pro Jahr ein Buchhaltungsprogramm zu benutzen, was Dir sehr viel Buchhaltungsarbeit abnimmt. Dann brauchst Du z.B. auch kein sep. Kassenbuch. All “meinen” Existenzgründern empfehle ich diese Programm, u.a. auch deshalb, weil es sehr benutzerfreundlich ist und vorallem alle betrieblichen Steuerformulare ausgefüllt ausdruckt. Und natürlich alles steuerrechtlich konform. Bei einer (vielleicht) kommenden steuerlichen Außenprüfung werden es Dir die FA-Beamten danken.

    Also, wenn Du lieber telefonieren möchtest, schreibe mir eine kurze PN. Dann gebe ich Dir meine dementsprechenden Kontakdaten. Oder Du schreibst mir Deine Tel.Nr. und ich rufe dann an. Oder, oder. ……..

    Ich wünsche allen “Mädels” einen schönen (vielleicht Männerlosen) Feiertag 🙁 oder 🙂

    Gruß Volker

    #553924

    socki
    Teilnehmer

    Man muss nicht nur die Ausgaben belegen, sondern auch die Einnahmen. Könntest ja sonst statt eingenommener 5000 Euro im Jahr “nur” 3000 angeben.

    Mein Steuerberater meinte, das ich jede Einnahme und Ausgabe mit Quittungen / Rechnungen dokumentieren muss und so mache ich das seit meiner Geschäftseröffnung auch. Die Quittungen (Durchschläge) werden mit den den Hefter geheftet und den gebe ich dann zur Steuerewrklärung meinem Steuerberater. So hat er Einsicht auf alle Einnahmen und Ausgaben und das Finanzamt kann keinen Ärger machen.

    Und sicher schreibe ich den vollen Namen drauf. Habe zB 5 Manuela bei mir und sonst weiß ich ja nicht welche das war *g*

    Die Adresse der Kunden spar ich mir aber, schreibe nur den Ort mit auf, keine Straßennamen oder so. Werd ja sonst mim schreiben nicht fertig ^^
    Mein Firmanstempel noch dazu und wichtig: die Quittungsnummer. Die müssen fortlaufend sein!

    #553930

    hexe1411
    Teilnehmer

    Ich bin auch Kleinunternehmer im Nebengewerbe, und ich schreibe keine Quittungen und hab auch nicht vor, das zu tun. Ich führe meine Ein-Ausgaben in meinem Buchhaltungsprogramm, da werden die Kunden allerdings namentlich unter Einnahmen mit Datum genannt. Für jeden Kunden habe ich eine Karteikarte mit den Angaben der Besuche, des benutzen Materials und des Preises. Das wäre mein Nachweis fürs Finanzamt, bis jetzt wollte das keiner sehen.

    #553932

    shorti100
    Teilnehmer

    @hexe1411 972862 wrote:

    Für jeden Kunden habe ich eine Karteikarte mit den Angaben der Besuche, des benutzen Materials und des Preises. Das wäre mein Nachweis fürs Finanzamt, bis jetzt wollte das keiner sehen.

    Das mache ich genauso.

    #553920

    mandy77
    Teilnehmer

    Naja in der Buchhaltung gibt es einen einfachen Spruch, keine Buchung ohne Beleg, wobei Beleg Quittung oder auch Rechnung sein kann. Ein anderer Grundsatz ist das jeder dritte mit der Buchhaltung auf Anhieb klarkommen sollte ohne große Erklärungen. Der erst ist man selbst, der zweite der Steuerberater (wenn vorhanden) der dritte ist der Steuerprüfer vom FA. Das wenig geprüft wird ist allgemein bekannt, dünne Personaldecke des FA eben. Dennoch muss man immer damit rechnen, daher gibt es auch darrüber recht klare Vorschriften, was die Art und Weise wie Buchführung zu geschehen hatt und was die Aufbewahrungspflichten anbelangt.

    #553950

    tinimaus57
    Teilnehmer

    Ich schreibe mit fortlaufender Nr. Quittungen, mit Einnahmebetrag, Name der Kundin und z. Bsp. Refill.
    Dann als Einnahme ins Kassenbuch den Gesamtbetrag am Tag.
    So muss es sein, wenn man ein Kassenbuch führt, lt. meinem Steuerberater.

    LG Tina

    #553941

    bmwbunny500
    Teilnehmer

    @tinimaus57 972925 wrote:

    So muss es sein, wenn man ein Kassenbuch führt, lt. meinem Steuerberater.

    LG Tina

    ich machs auch so..
    allerdings schreibe ich keine Quittungen..
    dafür muss ich den Terminplaner aufheben, 10 Jahre…sagt mein Steuerberater

    #553921

    mandy77
    Teilnehmer

    Genau, das Kassenbuch (wenn ausführlich ist okay) aber die Aufbewahrung der Terminkalender ist ja eh Pflicht.

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