Selbständigkeit – zu leicht gemacht? !

Dieses Thema enthält 38 Antworten und 21 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  annechen vor 10 Jahre.

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  • #3881

    tmc
    Mitglied

    Hallo an alle Interessierten,

    also ich muss dringend mal etwas loswerden. Ich hoffe, dass sich hier niemand angegriffen fühlt. Wenn doch, entschuldige ich mich schon mal im Voraus, denn das ist nicht meine Absicht!

    Ich verfolge schon länger die Diskussionen in diesem Forum über Selbständigkeit und ich helfe auch immer gerne, wenn irgendwelche Frage diesbezüglich auftauchen, um Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

    Mir ist sehr stark aufgefallen, dass sich immer mehr selbständig machen wollen, ohne dass sie wirklich viel Ahnung haben. Ich meine jetzt nicht die handwerkliche Seite (dies wurde ja schon zu genüge diskutiert), sondern welche Auswirkungen ein Schritt in die Selbständigkeit hat.

    Ich muss dazu sagen, dass ich Steuerfachangestellte (bzw. angehende Steuerfachwirtin) bin und berufsbedingt viele Selbständige kommen und gehen sehe.

    Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass es in Deutschland so einfach ist, ein Gewerbe im Nageldesign anzumelden. Immerhin ist es nur ein Gang zum Rathaus bzw. Gewerbeamt. Man braucht keine nachweisbare Qualifikation.

    Fakt ist, dass das Beherrschen des Handwerkes noch lange nicht ausreicht, um erfolgreich selbständig zu sein. Viele sehen eigentlich nur die Vorteile, dass man sich dann nichts mehr von einem Chef sagen lassen muss und dass man dann sein eigener Herr ist.

    Selbständigkeit heisst aber auch Unternehmer-Risiko und man geht einige Pflichten ein. Man muss bedenken, dass man einen Jahresabschluss erstellen muss (wenn auch nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung), man muss Steuererklärungen (Einkommensteuer, Umsatzsteuer und ggf. Gewerbesteuer) abgeben. Man muss sich selbst gegen Krankheit usw. absichern.

    Es geht doch schon beim Betriebseröffnungsbogen vom Finanzamt los. Wenn man da nicht wirklich Ahnung von hat, kann es ganz schnell nach hinten losgehen. Wenn man dort z.B. bei der Kleinunternehmerregelung ein falsches Kreuzchen setzt, stuft einen das Finanzamt für die nächsten fünf Jahre als umsatzsteuerpflichtig ein. Oder was passiert, wenn man für eine längere Dauer nur Verluste einfährt und das Finanzamt einem Liebhaberei vorwirft? ! Für viele ist das ohne professionelle Hilfe gar nicht zu schaffen und Steuerliche Beratung ist in der heutigen Zeit auch nicht mehr günstig…

    Es gibt so viele Dinge, die man beachten muss…

    Auch die finanzielle Seite ist ein Aspekt, der einem klar sein muss. Es kommen Kosten auf einen Unternehmer zu, an die man im ersten Moment gar nicht denkt. Mit >Einahmen abzüglich des Materialaufwandes ist gleich mein Gewinn< liegt man leider falsch. Man muss ggf. Zinsen für Darlehen, Versicherungen, Miete, Beiträge an IHK usw. miteinkalkulieren. Ausserdem wird der Gewinn am Ende des Jahres versteuert. Und egal wie viele auch schreiben, dass man im Jahr bis zu 17.500 Euro Gewinn haben darf, ohne dass dieser versteuert wird, es stimmt einfach nicht... In Deutschland wird mittlerweile ja fast alles versteuert, soviel müsste jedem klar sein. Ihr dürft mich nicht falsch verstehen, ich bewundere wirklich diejenigen, die sich Ihre eigene Existenz aufgebaut haben und ich möchte die anderen, die sich diesen Schritt in die Selbständigkeit vorgenommen haben nicht entmutigen. Ich möchte nur, dass Ihr es Euch sehr gut überlegt und dass Ihr Euch vorher wirklich sehr gut informiert, damit später nicht das böse Erwachen kommt! LG
    Tanja

    #96210

    maritta koch
    Teilnehmer

    Hi,

    klasse Beitrag – habe nur eins anzumerken:

    Du darfst alle die nicht vergessen, die es nur zu Modellpreisen in ihrer Übungsphase machen.

    Ab den ersten 5 € die man nimmt, muß man es anmelden und selbst dann, wenn man die nur ein mal im Monat von eine guten Freundin nimmt.
    Einnahme ist Einnahme, egal ob 5 € oder 500 €.

    Insofern finde ich sogar eher das einem schwer gemacht wird.
    Denn obwohl man noch garnicht wirklich sicher ist ob es mit einer vernünftigen Selbständigkeit funktionieren würde muß man sich doch gewerblich anmelden, Formulare ausfüllen und Briefe beantworten von denen man keine Ahnung hat.

    Gruß Maritta 🙂

    #96217

    sugarhazle
    Moderator

    Danke, danke!
    Ich hab letztens in einem Beitrag schon mal sowas anklingen lassen.Ganz viele denken, wenn sie das hier so lesen, wunder wie toll und einfach das ist.Und mich hat das auch geärgert, wenn hier jemand schrieb, ich brauch bis dahin keine Steurern zahlen oder man kann das absetzen und bekommt. ..zurück.Man zahlt immer Steuern, egal welcher Verdienst, vorallem wenn man noch nebenbei einen anderen Job hat.Wenn das so einfach wäre, würden nicht sovielede wieder konkurs gehn und dann auf Schuldenbergen sitzen bleiben.Wenn man einen Job hat, heutzutage, ist man schon gut dran, leider ist das so.und solange es da auszuhalten ist, kann man das mit den Nägeln eher noch nebenher machen und gut verdienen.Aber was sicheres aufgeben, wenn noch kein fester Kundenstamm in Sicht ist, das ist unverantwortlich.Fördergelder hin oder her, ich hab mir alles zusammen gespart und dann Schulung und Ware bezahlt, geübt und geübt, und dann erst den Schritt gewagt.
    So, das war mein Wort zum Sonntag.Und auch ich will hier keinen persönlich zu Nahe treten.:)

    #96205

    biene78
    Teilnehmer

    Hey Tanja,
    da gebe ich dir echt recht.Allerdings ist das auch so eine Sache.Weil, auf der einen eite soll/will man nach seiner Schulung viel üben was aber anderseites nicht umsonst geht.Was nun? Ja, dann muß man sich ja anmelden, was dazwischen gibts ja leider nicht.Und nicht jeder hat 20 Freundinen wo man üben kann ohne das jemand was mitbekommt wenn mal nen Schein in dein Portemonaie reinrutscht.
    Ich finde das alles sehr anstrengend.Auf der einen Seite wird es einem leicht gemacht sich anzumelden, auf der anderen Seite der schwere Papierkram.
    Finde das echt ätzend.Also was bleibt uns/den Frischlingen mit Homestudio übrig?
    Hm, echt schwierig.Ich z.b.habe auch null Ahnung was ich jetzt bald bei der Steuer machen muß.Mein Mann hat das sonst immer für uns gemacht, aber dieses Jahr ist alles anders was das eingeben betrifft.
    Wäre persönlich auch ein bißchen auf Hilfe angewiesen!
    Mir wurde damals in der Schulung gesagt,. ..melde dich bloß sofort n sonst kannst du nicht ordentliche Sachen kaufen und auf Messe und so.Als Neuling hört man da nunmal, klar.
    So jetzt ist ein Jahr rum und mal sehen was noch so passiert.

    Puh, sorry hatte grade nen Schreibflash!

    LG Biene

    #96225

    tmc
    Mitglied

    @pharao 99477 wrote:

    Hi,

    klasse Beitrag – habe nur eins anzumerken:

    Du darfst alle die nicht vergessen, die es nur zu Modellpreisen in ihrer Übungsphase machen.

    Ab den ersten 5 € die man nimmt, muß man es anmelden und selbst dann, wenn man die nur ein mal im Monat von eine guten Freundin nimmt.
    Einnahme ist Einnahme, egal ob 5 € oder 500 €.

    Insofern finde ich sogar eher das einem schwer gemacht wird.
    Denn obwohl man noch garnicht wirklich sicher ist ob es mit einer vernünftigen Selbständigkeit funktionieren würde muß man sich doch gewerblich anmelden, Formulare ausfüllen und Briefe beantworten von denen man keine Ahnung hat.

    Gruß Maritta 🙂

    Danke Maritta,

    stimmt… das ist wirklich eine Lücke in Deutschland… Es gibt immer nur die Möglichkeit ganz oder gar nicht. Es gibt leider kein “Gewerbe auf Probe”.

    Mit “leicht machen” meinte ich eigentlich das Anmelden an sich…

    Mit dem Rest wird man einfach so sitzen gelassen. Das ist das selbe wie mit den ganzen Ich-AG’s beim Arbeitsamt. Die Arbeitsvermittler haben jedem geraten, eine Ich-AG zu gründen, aber keiner wurde über die Pflichten aufgeklärt. Ich fände es sinnvoll, wenn es z.B. eine Voraussetzung für eine Gewerbeanmeldung geben würde, die besagt, dass man z.B. ein Existensgründungsseminar besuchen muss.

    LG
    Tanja

    #96211

    schlumpfstrumpf
    Mitglied

    @tmc 99484 wrote:

    Ich fände es sinnvoll, wenn es z.B. eine Voraussetzung für eine Gewerbeanmeldung geben würde, die besagt, dass man z.B. ein Existensgründungsseminar besuchen muss.

    LG
    Tanja

    Das ist inzwischen so, zumindest wenn man Förderungen beantragen will.

    Und wie Maritta gesagt hat, man ist gezwungen ab dem ersten Euro alles offiziell, also mit Gewerbe zu machen.

    Vielleicht sehen viele im Schritt der Selbstständigkeit auch einfach eine Chance, beim derzeitigen Arbeitsmarkt.
    Ob sich die Leute das zu leicht machen,. … das glaub ich gar nicht mal.

    #96226

    tmc
    Mitglied

    @sugarhazle 99478 wrote:

    Danke, danke!
    Ich hab letztens in einem Beitrag schon mal sowas anklingen lassen.Ganz viele denken, wenn sie das hier so lesen, wunder wie toll und einfach das ist.Und mich hat das auch geärgert, wenn hier jemand schrieb, ich brauch bis dahin keine Steurern zahlen oder man kann das absetzen und bekommt. ..zurück.Man zahlt immer Steuern, egal welcher Verdienst, vorallem wenn man noch nebenbei einen anderen Job hat.Wenn das so einfach wäre, würden nicht sovielede wieder konkurs gehn und dann auf Schuldenbergen sitzen bleiben.Wenn man einen Job hat, heutzutage, ist man schon gut dran, leider ist das so.und solange es da auszuhalten ist, kann man das mit den Nägeln eher noch nebenher machen und gut verdienen.Aber was sicheres aufgeben, wenn noch kein fester Kundenstamm in Sicht ist, das ist unverantwortlich.Fördergelder hin oder her, ich hab mir alles zusammen gespart und dann Schulung und Ware bezahlt, geübt und geübt, und dann erst den Schritt gewagt.
    So, das war mein Wort zum Sonntag.Und auch ich will hier keinen persönlich zu Nahe treten.:)

    Danke Sugarhazle,

    stimmt, Deinen Beitrag hab ich auch gelesen. Das war auch mit der Grund für meinen Beitrag. Irgendwie ist dort niemand richtig darauf eingegangen.

    Gekündigt hat man seinen Job schnell… aber einen neuen finden, wenn es mit der Selbständigkeit doch nicht klappt, ist heutzutage gar nicht so einfach.

    Ein sicherer Arbeitsplatz ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

    LG
    Tanja

    #96227

    tmc
    Mitglied

    @biene78 99480 wrote:

    Hey Tanja,
    da gebe ich dir echt recht.Allerdings ist das auch so eine Sache.Weil, auf der einen eite soll/will man nach seiner Schulung viel üben was aber anderseites nicht umsonst geht.Was nun? Ja, dann muß man sich ja anmelden, was dazwischen gibts ja leider nicht.Und nicht jeder hat 20 Freundinen wo man üben kann ohne das jemand was mitbekommt wenn mal nen Schein in dein Portemonaie reinrutscht.
    Ich finde das alles sehr anstrengend.Auf der einen Seite wird es einem leicht gemacht sich anzumelden, auf der anderen Seite der schwere Papierkram.
    Finde das echt ätzend.Also was bleibt uns/den Frischlingen mit Homestudio übrig?
    Hm, echt schwierig.Ich z.b.habe auch null Ahnung was ich jetzt bald bei der Steuer machen muß.Mein Mann hat das sonst immer für uns gemacht, aber dieses Jahr ist alles anders was das eingeben betrifft.
    Wäre persönlich auch ein bißchen auf Hilfe angewiesen!
    Mir wurde damals in der Schulung gesagt,. ..melde dich bloß sofort n sonst kannst du nicht ordentliche Sachen kaufen und auf Messe und so.Als Neuling hört man da nunmal, klar.
    So jetzt ist ein Jahr rum und mal sehen was noch so passiert.

    Puh, sorry hatte grade nen Schreibflash!

    LG Biene

    Hallo Biene,

    ja, Du hast schon recht. Es gibt leider keine Zwischenlösung. Aber die wird es in Deutschland sicher auch nie geben. Das kommt mal wieder daher, dass dem Staat dann ja Steuern entgehen würden.

    Es bleibt eigentlich nur die Möglichkeit übrig (wenn es wirklich legal sein sollte), dass sich die Modelle ihr eigenes Material kaufen und Du es Ihnen dann kostenlos verarbeitest oder Du ein (Neben-)Gewerbe anmeldest.

    Wie Du auch geschrieben hast, das Gewerbe ist schnell angemeldet, aber nun kommt der ganze Papierkrieg, den man schon fast nicht mehr alleine bewältigen kann. Und wenn ich dann daran denke, dass mein Chef den Mandanten für mich 83, 30 Euro pro Stunde in Rechnung stellt, wird mir selbst schon ganz anders…

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das alles hinbekommst.

    LG
    Tanja

    #96208

    mandalaire
    Teilnehmer

    Hi!

    Es stimmt wohl, dass es leicht ist zum Rathhaus zu gehen, um ein Gewerbe anzumelden. Nicht so leicht ist es, auch ein Gewerbe zu betreiben.

    Da sind Stolpersteine, wie die Anmeldung “Wenn man dort z.B. bei der Kleinunternehmerregelung ein falsches Kreuzchen setzt, stuft einen das Finanzamt für die nächsten fünf Jahre als umsatzsteuerpflichtig ein.” (O-Ton TMC) oder dass man eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung machen muss oder das der Gewinn am Ende des Jahres versteuert wird, die einen unsicher machen können.

    Aber dafür ist doch genau dieser Forumsteil da. Denn die jenigen, die sich vorher gedanken darüber machen, fragen hier nach, um die “gewissen” Kleinigkeiten nicht zu unterschätzen, bzw. sie gar nicht erst zu vergessen. Und fragen tut man doch, bevor der Gang zur Selbstständigkeit macht, um sich selber aus zu rechnen, ob man es schafft oder nicht.

    Nichts für ungut, ich fühle mich nicht, als wolltest du jemanden auf die Füße treten ich kann auch nur für mich sprechen, glaube aber, dass es hier genug kluge Köpfe gibt, die es genauso handhaben 😛

    L.G. mandalaire

    #96228

    tmc
    Mitglied

    @schlumpfstrumpf 99486 wrote:

    Das ist inzwischen so, zumindest wenn man Förderungen beantragen will.

    Und wie Maritta gesagt hat, man ist gezwungen ab dem ersten Euro alles offiziell, also mit Gewerbe zu machen.

    Vielleicht sehen viele im Schritt der Selbstständigkeit auch einfach eine Chance, beim derzeitigen Arbeitsmarkt.
    Ob sich die Leute das zu leicht machen,. … das glaub ich gar nicht mal.

    Das mit der Förderung wusste ich gar nicht, danke für die Info!

    Ja, das stimmt schon, die Arbeitsmarktsituation tut mit Sicherheit auch viel zur Sache.

    Aber ich weiss gar nicht, wie ich sagen muss, ich seh da echt schon langsam einen Trend… so nach dem Motto >Ich such mir jetzt mal ein Gewerbe, für das ich zum einen nicht wirklich viel Startkapital benötige und für das ich keine besondere Qualifikation (im Sinne von Ausbildung!)brauche<. Das ist nicht böse gemeint… nur wenn ich sehe, was z.B. alles für Ich-AG's gegründet wurden, die zum grössten Teil schon nicht mehr bestehen. Da komm ich echt nur auf das Ergebnis "Mangelnde Information und Aufklärung"!

    LG
    Tanja

    #96212

    nofretete
    Mitglied

    @tmc 99491 wrote:

    …nur wenn ich sehe, was z.B. alles für Ich-AG’s gegründet wurden, die zum grössten Teil schon nicht mehr bestehen. Da komm ich echt nur auf das Ergebnis “Mangelnde Information und Aufklärung”!

    Das Problem an der Sache ist nur: Du kannst nichts dagegen tun!
    Klar finde ich dein erstes Posting toll und es ist wichtig die Leute vorher auf solche “fatalen Kleinigkeiten” aufmerksam zu machen – aber nur der geringste Teil wird sich dadurch beeindrucken lassen, was ich persönlich sehr schade finde!

    Ich persönlich habe heute die Entscheidung getroffen mein Hauptgewerbe (höchstwahrscheinlich) an den Nagel zu hängen (oder eher zu müssen). Auch bei mir ist der Grund: mangelnde Information!
    Ich wäre ehrlichgesagt dankbar gewesen, hätte mich einer vor 2 Jahren an die Hand genommen und gesagt – “Hey überleg dir das gut. hast du alles bedacht? “
    Ich wurde in vielen Dingen falsch beraten – Schade 🙁 lässt sich jetzt aber auch nicht mehr ändern! ich kann nur versuchen, vergangene Fehler wieder gut zu machen und das Beste für mich aus der Situation heraus zu holen. Von den “falschen Beratern” habe ich mich bereits getrennt – das Schlimme an der Sache ist nur, dass ich den Leuten vertraut habe, weil Sie meine finanzielle Lage gesteuert haben (vielleicht versteht einer mein Wortspiel) – ja auch solche gibt es und das ist das einzige was ich heute bereue: Den falschen Menschen vertraut zu haben!

    #96213

    jenny33
    Teilnehmer

    Ausserdem wird der Gewinn am Ende des Jahres versteuert. Und egal wie viele auch schreiben, dass man im Jahr bis zu 17.500 Euro Gewinn haben darf, ohne dass dieser versteuert wird, es stimmt einfach nicht… In Deutschland wird mittlerweile ja fast alles versteuert, soviel müsste jedem klar sein.

    da habe ich mal eine frage ab wann man den was bezahlen muß? ich mache das schon fast 4 jahre habe ganz klein angefangen zu hause. Eine Kundin war buchhalterin und hat dann meine buchhaltung gemacht, mittlerweile mache ich sie alleine. Habe jedes jahr meine steuererklärung gemacht mit abschlußrechnung und allem drum und drann früher war mein gewinnn fast 3000, – im jahr mußte nichts zahlen dann wurde es mehr mußte aber auch ncihst zahlen. Diese jahr wird es wieder etwas mehr sein. Ab wann muß mann dann was zahlen wenn es nicht stimmt das man so lange man unter 17.500, – im jahr ist nichts zahlen muß

    #96218

    sugarhazle
    Moderator

    Hatt mein einkommenam Anfang knapp 4500€ im Jahr, hab so 400€ gezahlt.

    #96223

    monsisa
    Teilnehmer

    Tja jenny dfasd wüßte ich auch gern, wie das mit dem Versteuern ist, kaum zu glauben daß das einem gexchenkt wird.
    Also noch mal zum eigentlichen Thema.
    Also ich bin kfm. Angestellte habe dies über 10 jahre gemacht und bin nun im Erziehungsurlaub mit dem zweiten kind. Leider wurde ich von meinem AG nicht übernommen nach der vorherigen Schwangerschaft. Das kam aus religiösen Grunden, da meine Nachfolgerin, der gleichen Glaubensgemeinschaft angehörte wie der Chef. Also lange Rede – gar kein Sinn – habe Spaß daran gefunden Nägelchen zu machen und stöbere täglich im forum herum und habe schon viieeel gelernt. Da ich aber nun nicht weiß ob ich zum, Endes meines Érziehungsurlaubes (Juli 2007) sofort wieder einen Job bekomme, werde ich auch nebengewerbe anmelden und den Leuten die Nägelchen machen, muß ja noch vieeeel üben. Ich kann nicht zu bnause sitzen und gar nichts tun. Bin einfach nicht der Typ dazu. Wie gesagt, nur die Materialkosten werden beglichen. also nehme ich Geld und muß es Vater Staat melden. Es bleibt einem nichts anderes übrig. Na ja und buchhaltungstechnisch bin ich schon auf dem Laufenden und etwas im Vorteil. Also es gibt keine andere Lösung.
    Lg monsisa

    #96233

    elaela
    Teilnehmer

    Soweit ich informiert bin (kann also auch falsch sein) beziehen sich die 17500, – Euro nur auf die Umsatzsteuer. Die brauchst Du nicht zahlen, wenn Du nicht mehr Gewinn machst. Steuern an sich mußt Du ab dem ersten verdienten Cent zahlen meine ich (also theoretisch). Es gibt da natürlich auch gewisse Freigrenzen, die ich aber nicht kenne. Ich habe bereits ein Nebengewerbe seit knapp zwei Jahren am Laufen (Kinderbekleidung und -möbel über Ebay) und habe von Anfang an Steuern zahlen müssen. Das hat mein Steuerberater aber für mich gemacht. Es war dann so, dass mein Mann (wenn man es so rechnen will) weniger am Ende des Jahres wiederbekommen hat und das mit meinen zu zahlenden Steuern verrechnet wurde.

    Es wäre nett, wenn mich jemand aufklären könnte, wenn ich nun völlig daneben liege-nicht, dass ich noch dumm sterbe… 😉

    LG
    Manuela

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