Selbstständigkeit als Wiederverkäufer

Dieses Thema enthält 32 Antworten und 17 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  tinkabell84 vor 8 Jahre, 2 Monate.

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    Beiträge
  • #4248

    snoopy12
    Mitglied

    Hallo zusammen,
    ich verfolge euer Forum mit Begeisterung:) Ihr seit echt spitze, die Beiträge die Ratschläge, echt klasse.
    Ich überlege, ob ich mich selbststädig machen soll, aber als Wiederverkäufer, den Nagelstudios gibt es schon an jeder Ecke. Kann mir jemand sagen, ob es Vorschriften gibt, wann man Produkte mit dem eignem Namen (Etikett) verkaufen kann? Danke für eure Hilfe!
    LG Snoopy12

    #100156

    Da gibt es eine Menge von Vorschriften. Ein Großteil ist in der KVO verankert.

    Grüße

    Sonja

    #100172

    snoopy12
    Mitglied

    Was ist den eine KVO? Hab noch nichts davon gehört. Gibt es dafür eine Homepage?

    #100171

    roehni
    Mitglied

    Das sind Berge von Vorschriften. Und die Marktbegleiter warten nur auf die Fehler die man macht um einen zu verklagen. Da muss man sich schon genauer mit befasssen. Auch rein von der rechtlichen Seite. Kaufen und verkaufen ist einfach. Dr Background ist gewaltig.
    Liebe Grüße aus Fulda
    Jürgen

    #100166

    mines
    Teilnehmer

    Oh, oh.
    Da würde ich mich wirklich erst einmal gründlich erkundigen. KVO, Handwerkskammer evtl. oder vielleicht bekommst DU ja hier von den Profis ein paar gute Vorschläge.
    Ich weiß nur, daß es genug Vorschriften und Regeln gibt.

    Sorry aber so richtig weiterhelfen kann ich Dir da leider wohl doch nicht
    LG Mines

    #100173

    snoopy12
    Mitglied

    Danke für eure Beiträge! 🙂 Macht den so etwas keiner hier im Forum? Kann es mir garnicht so richtig vorstellen. LG

    #100174

    jess83
    Teilnehmer

    Hallo zusammen!

    Das würde mich allerdings auch mal interessieren, wie das ist wenn man die Produkte verkauft. Das man seinen eigenen Kunden das ein oder andere verkauft gehört ja dazu, Handcreme oder Nagellack oder so. Aber wie wäre es z. B. bei Ebay?
    Bei einer Firma habe ich gelesen das sie es ausdrücklich verbieten, das ihre Ware mit eigenen Etiketten versehen wird und dann weiter verkauft wird!

    LG
    Jessica

    #100157

    martina27
    Teilnehmer

    Du kannst jederzeit Produkte bei Großhändlern einkaufen und weiter verkaufen. Viele Firmen in der Nagelbranche bieten dafür extra grosse Gebinde an. (Eubecos, ENF, Innovapharm, etc.)

    Bei den Etiketten musst du dich an die KVO halten, Datenblätter für den Inhalt z.B. von Gelen stellt dir der Hersteller bzw. der Großhändler zur Verfügung und für alle weiteren Fragen setzt du dich am besten mit der IHK in Verbindung.

    Liebe Grüsse Martina

    #100162

    nails2000
    Mitglied

    Ich kenne mich da ein wenig aus. Also grundsätzlich ist der, dessen Name auf dem Produkt steht der Inverkehrbringer und damit voll für die Ware haftbar.

    Die KVO wurde insoweit verschärft das genau das nicht passiert, das jeder seine eigenen Produkte auf den Markt bringt.

    Allein für die Etiketten gibt es unsagbar viele Vorschriften:
    Ich sage nur Warnhinweise in Farbe, Gefahrensätze, Inhaltstoffe
    laut INCI. Es ist auch genau vorgeschrieben wie gross zB. die Inhalts-
    angabe auf dem Etikett stehen muss. Hier trifft nicht nur die KVO
    sondern auch die Verpackungsverordnung (VerpackV).

    Wer noch Lichthärtungsgeräte auf den Markt bringt unterliegt der
    neben Elektischen Vorschriften wie CE – Prüfung z.B. auch der
    Elektro-Altgeräte Entsorgung. Hier muss zum Beispiel Geld konkurssicher
    für die spätere Entsorgung angelegt werden. (ElektroG) Elektroaltgeräte-
    gesetz.

    Desweiteren müssen alle Kosmetikprodukte ein toxikologisches Gutachten auf den Namen des Verkäufers vorliegen. Die Produkte müssen bei der
    Giftzentrale in Berlin gemeldet werden. Dazu braucht man die Orginalrezepturen. Kosten insgesamt ca. 2000 Euro pro Produkt.

    Die Datenblätter müssen auf den Vertreiber ausgestellt sein. Es nützt nichts wenn man diese von seinem Lieferant hat.

    Die ganz grossen der Branche mahnen ganz kleine Firmen liebend gerne
    ab, wenn Sie mit einem eigenen Produkt auf den Markt gehen.

    Um also mit einer eigenen Kosmetik/Gel auf dem Markt will sollte ca.
    50000 Euro investieren ( Ohne Ware )sowie 10000 Euro für die ersten
    Rechtsstreite. Sie brauchen auch jemand der herausfindet welche
    Gesetze un Vorschriften tangiert werden. Desweiteren ist eine Produkthaftpflichtversicherung für ca 5000 Euro im Jahr nötig. Man muss also schon richtig viel investieren – oder das ganze halt illegal machen ( kann noch teuerer kommen)

    Mfg
    Nails2000

    #100158

    martina27
    Teilnehmer

    super interessanter Beitrag, aber bitte wie verhält es sich dann mit den ganzen Klein / Händlern und Firmen die von irgendwelchen Großhändlern wie Eubecos, ENF oder Innovapharm ihre Produkte beziehen, mit ihren eigenen Ettiketten versehen und verkaufen.

    Diese Firme bieten speziell für Widerverkäufer ihre Produkte an!

    Liebe Grüsse Martina

    #100163

    nails2000
    Mitglied

    Also alle Kleinhändler die das so machen handeln illegal. Den Firmen die Ware als Bulkware verkaufen sind fein raus. Sie sind nicht der Inverkehrbringer sondern verkaufen die Ware an andere Grosshändler. Hier
    gelten andere Bestimmungen.

    Ich glaube viele die hier einen Minivertrieb aufmachen wissen nicht auf was Sie sich einlassen. Hier werden Chemikalien verkauft. Diese basieren auf Acrylsäure. Selbst die Lagerung ist schon speziell. Man sollte sich mal die Chemikalienverordnung ansehen.

    Wenn hier mal einer Kundin was passiert und diese zum Beispiel durch das Produkt arbeitsunfähig wird ist der Inverkehrbringer ( dessen Adresse auf dem Produkt steht ) voll haftbar. (hab ich selbst erlebt bei einer Klavierlehrerin die so allergisch reagiert hat und dannach kein Gefühl mehr zum Klavierspielen hatte.) Dies kann bis zu einer lebenslangen Rentenzahlung für die Betroffene führen. Dies fängt normalerweise die Versicherung ab ( Wenn man eine hat). Wenn man alles richtig gemacht hat ( KVO, toxikologisches Gutachten, Hygiene per der Abfühlung, Inhaltsstoffe )

    Genauso kritisch ist die Abfüllung der Bulkware. Kosmetische Artikel müssen unter sehr reinen Bedingungen abgefüllt werden. Die Füllmenge darf ( soweit ich es auswendig weiss) nur um 1% von dem angegebenen Inhalt abweichen. Eine Maschine die so etwas kann kostet um die 4000 Euro + Kompressor.

    Die ganzen Kleinhändler machen kurz auf und sofort wieder zu. Sobald die Grossen am Markt Wind von der Sache bekommen und einen auf dem Kicker haben ist Schluß mit Vertrieb und meistens auch mit der Selbstständigkeit.

    Vieleicht sollten sich hier mal ein paar melden, die hier schon Erfahrungen gemacht haben.

    Nails2000

    #100159

    martina27
    Teilnehmer

    Hallo Nails 2000,

    danke für Deine hochinteressanten Beiträge zu diesem Thema, ist bestimmt sehr nützlich für diejenigen die in diese Richtung streben.

    Wie verhält es sich z.B. um nur einen Namen zu nennen Herzog-Design, hier weiss ich aus sicherer Quelle, daß die Produkte die hier verkauft werden grösstenteils von ENF bezogen werden. Herzog lässt abfüllen und verpaßt den Tigeln eigene Etiketten und bietet auch noch an als Frenchise-Partner tätig zu werden, ähnlich verhält es sich auch mit Cesar-Produkten, diese Firma bietet auch an für sie zu verkaufen.

    Was ist nun richtig und wer verhält sich gesetzeswidrig?

    Klar eine Geschäftshaftpflicht muss man haben, genau so wie die hygienischen Bedingungen erfüllen.

    Liebe Grüsse Martina

    #100164

    nails2000
    Mitglied

    Also ich weiss das die ENF – Gele der KVO ensprechen. Wie die Firmen das machen die dort einkaufen – keine Ahnung. ENF gibt mit Sicherheit keine Rezepturen raus.

    Ich weiss aber von einem Schreiben von ENF an alle Grosshändler, das diese sich doch bitte selbst um Gutachten usw. kümmern sollten. Gleichzeitig musste man was unterschreiben, mit dem man ENF von der Haftung freistellt.

    Es kann gut sein die Firmen die Gele geprüft und gemeldet haben. Einfach von der Firma eine Kopie des toxikologischen Gutachten anfordern – und schon weiss man ob es legal ist.

    Wir produzieren unsere Gele unter dem Namen Internail selbst. Unter
    beiliegendem Link kann man sich mal so eine toxokolokische Sicherheits-
    bewertung anschauen:

    http://www.nails2000.de/sicherheit.jpg

    Ich gehe mal davon aus das die genannten Firmen auch sowas haben.

    Wer noch mehr wissen will, welche Vorschriften gelten kann mal unter:

    IKW – –

    Kleiner Auszug gefällig:
    Information betrifft nur die im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch und in der Kosmetik-Verordnung geltenden Regelungen. Darüber hinaus gibt es weitere Regelungen, wie z. B. das Chemikalien- und Gefahrstoffrecht, das Tierschutzgesetz, die Fertigpackungsverordnung, die Aerosolpackungsverordnung u. a., die zu berücksichtigen sind.

    Und das schöne ist, das gilt EUROPAWEIT!

    Mfg
    Nails2000

    #100175

    carmen261
    Teilnehmer

    @martina27 118407 wrote:

    super interessanter Beitrag, aber bitte wie verhält es sich dann mit den ganzen Klein / Händlern und Firmen die von irgendwelchen Großhändlern wie Eubecos, ENF oder Innovapharm ihre Produkte beziehen, mit ihren eigenen Ettiketten versehen und verkaufen.

    Diese Firme bieten speziell für Widerverkäufer ihre Produkte an!

    Liebe Grüsse Martina

    Das können die ja auch ohne weiteres.Die machen sich ja nicht strafbar wenn der Käufer das Gel abfüllt und z.B. falsch etikettiert.Aber einige Firmen machen Dich auch auf die Gefahren aufmerksam.Man sollte vom “selber abfüllen und bei ebay verkaufen” die Finger lassen oder vorher einen Anwalt aufsuchen der einem mal erzählt was man alles machen muss bevor man loslegen kann.Dann vergeht einem die Lust..

    #100160

    martina27
    Teilnehmer

    Danke für Deine Antwort, aber diese Frage wurde bereits ausführlich beantwortet.

    LG Martina

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