Was braucht man für Acrylmodellagen

Dieses Thema enthält 173 Antworten und 23 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  kimslr vor 4 Jahre, 1 Monat.

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  • #34365

    wildbastet
    Teilnehmer

    Da man immer wieder mal Fragen liest wie “was brauche ich alles um Acrylmodellagen zu machen? ” oder “reicht auch ein klares Powder für den Anfang? ” habe ich mir gedacht, schreibe ich mal für die “Anfänger” und “Einsteiger” auf, was man denn so alles braucht. Den einen wird es vielleicht davon abbringen, Acrylmodellagen selbst erlernen zu wollen, den anderen spornt es vielleicht umso mehr an (wie mich seinerzeit). Dies ist für diejenigen gedacht, die sich selbst mit Acryl nageln wollen. Wer es gewerblich machen möchte, der braucht zu den aufgeführten Sachen natürlich noch diverse Schutz- und Desinfektionsmittel/-vorrichtungen. Vom Fräser rede ich hier auch nicht, denn das ist an sich ein eigenes Thema.

    Man braucht in jedem Fall:
    – Monomer/Liquid (gibt es mit und ohne UV-Blocker, geruchsarm, lufthärtend und UV-härtend – alles nach Gusto)
    – Acrylpuder (gehe ich später drauf ein)
    – Echthaarpinsel für Acrylmodellagen (gibt es diverse Größen, Preislagen und entsprechend Qualitätsunterschiede)
    – Behälter für Liquid (aus Glas, Metall oder Keramik, am besten verschließbar, nicht zu groß)
    – Feilen: 100, 150, 180 Grit (nach meiner Erfahrung), Form – nach Geschmack
    – Buffer (nicht zu grob)
    – irgendwas zum Entfetten/Entfeuchten der NN (Alkohol hochprozentig, Aceton, Dehydrator etc – nach Gusto)
    – ProPusher
    – saugfähiges Papier (z. B. Küchentücher)
    – Staubpinsel /-bürste
    – Aceton wäre nicht schlecht (wenn der Pinsel dem Tod ins Auge guckt… 😉 oder man die Modellage komplett entfernen möchte)
    – evtl Alufolie und Zeletten bzw Wattepads (auch für’s komplette Entfernen)

    Optional:
    – Polierer
    oder
    – Glanzgel/Versiegler
    – UV-Lampe zum Aushärten des Gels
    – evtl Cleaner und Zeletten (wenn das Gel eine Schwitzschicht entwickelt)

    Wenn man verlängern (und nicht nur verstärken) möchte braucht man noch:
    – Tips (gibts unterschiedlichste Arten von – nach geschmack, auch qualitative Unterschiede vorhanden)
    – Tipcutter
    – evtl Tipkleber (wenn man die Tips nicht mit Acryl befestigen möchte)
    oder
    – Schablonen (gibts auch ganz viele verschiedene – hier am besten Mundpropaganda nutzen)
    oder
    – Dual Forms /Popits (schreiben die sich so? !)

    Was noch im Laufe der Zeit sicherlich dazu kommt:
    – diverse Nailart-Sachen
    – Farb-/Glitteracrylpuder
    – diverse Camouflage-Puder (diverse wegen dem Durchprobieren verschiedener Töne ;))

    Ich glaube, das war’s. Falls nicht, ergänzt mal einer. Und vielleicht können wir das mal anpinnen? 😉 Als nächstes schreibe ich etwas ausführlicher über das Modellagematerial selbst.

    #517635

    bmwbunny500
    Teilnehmer

    Vielen lieben Dank für Deinen Beitrag..

    Ich hab das Thema mal oben festgepinnt…;)

    #517483

    wildbastet
    Teilnehmer

    Uiii, bist ja schnell! Bitte! Und danke! 🙂

    #517484

    wildbastet
    Teilnehmer

    Ja, stimmt. Die könnte man unter Umständen gebrauchen. Jedoch nicht unbedingt ein Anfänger. Da würde eine straff gesetzte Schabbi gut reichen. Wobei: ich pinche meine Modellagen IMMER.

    Und Frischluft…. Hmmm… Sauerstoffzelt? hrrrhrrrhrr… 😉

    #517485

    wildbastet
    Teilnehmer

    So, weiter gehts…

    Acrylpowder

    Es gibt reine Modellagepowder. Das wären: klares, klar mit rose-Stich, Camouflage (Make-up), soft milchig, weiß milchig (fürs French), weiß deckend/strahlend (fürs French).

    Bei jeder Firma haben die getönten Powder unterschiedliche Tönungen. Z. B. Camouflage ist ziemlich unterschiedlich, weiß ist nicht gleiches weiß. Hier also gut informieren/anschauen.

    Dann gibt es noch Nailart-Powder. Das wären: farbige fürs French oder Verläufe (also für größere Flächen und French-Modellage geeignet), diverse Metallic-, Glitter-, Pearl-, Schimmer-Powder für flächiges Design, und – nicht zuletzt – Farbpowder für 3-D-Design. Bei manchen Firmen sind die exakt nach Anwendung getrennt, bei anderen ist ein French-Powder gleichzeitig einer für 3-D-Design. Da sollte man sich auch gut informieren.

    Qualitativ gute Acrylpowder haben einen sehr hohen Mahlgrad, die sind sehr fein, nicht kristallin beim Anschauen (so zuckerartig), eher einem Gesichtspuder ähnlich. Sie bilden schöne glatte, geschmeidige Bällchen beim Aufnehmen, härten glatter aus und ziehen sich beim Härten nicht so stark zusammen wie manche der qualitativ schlechteren Produkte. (Stärkeres “Setzen” erzeugt dann manchmal spürbaren Druck auf den Naturnägeln – ähnlich wie zu kleine Tips). Sie werden auch nicht “kristalln” beim Aushärten (es sei denn, man hat falsch gearbeitet oder einen “fremden” unpassenden Liquid benutzt). Fein gemahlene Powder haben meistens auch eine höhere Festigkeit nach dem Aushärten, die Modellage wird nicht spröde/brüchig, was bei qualitativ weniger guten Powdern der Falll sein kann.

    #517486

    wildbastet
    Teilnehmer

    Acryl-Systeme, Mischen untereinander

    Jede Firma, die Acryl-Modellageprodukte vertreibt, bietet sie immer im System an. Das heißt: es werden Powder und der/die DAZU PASSENDE Liquid/s angeboten. Manche Firmen bieten auch mehrere Serien/Linien an. In jeder Linie gibt es auch immer zueinander passende Powder und Liquid. Wenn man nicht so sehr erfahren ist und/oder keine Überraschungen erleben möchte, sollte man die Modellagematerialien passend (wie vom Hersteller empfohlen) zueinander verarbeiten.

    Häufig ist man dennoch versucht, ein Powder oder ein Liquid eines anderen Herstellers mit seinem schon vorhandenen Material zu kombinieren. Um da sicher zu sein, dass es gut klappt, würde ich immer empfehlen, vom Hersteller eine entsprechende Info einzuholen und/oder sich einfach umhören, andere Mitglieder auszufragen (vllt hat jemand schon die jeweilige Kombi ausprobiert). In jedem Fall ist es enorm wichtig, sich zu informieren. Anderenfallst kann es passieren, dass man ziemlich unliebsame Überraschungen erlebt. Wie z. B. : Modellage oder Design härtet nicht aus (bleibt gummiartig), oder sie vergilbt stark, Brüchigkeit kann auftreten (Risse, Liftigs, Brüche), 3-D-Design funktioniert nicht (und man wundert sich warum) und noch diverse andere Problemchen bis hin zu starker “Unverträglichkeit” der Materialien untereinander. Ich würde das nicht so “auf die leichte Schulter” nehmen, zumal die Chemikalien (denn nichts anderes ist es ja im Grunde) auf dem eigenen Naturnagel landen (oder – noch problematischer bei Folgeschwierigkeiten – auf dem Kundennagel).

    #517572

    juppi
    Teilnehmer

    @spaenky1972 927322 wrote:

    Ich hab anfangs auch nie gepincht und wenn ich heute meine alten Fotos anschaue bereue ich es…….. ohne pinchen geht heute gar nix mehr *g* Apropos….. wisst ihr wo ich eine vernünftige Pinch-Zange herbekomme? Meine ist vorne spitz und öffnet sich nicht sehr weit. Es gibt da grössere die oben abgerundet sind und auch weiter auf gehen – falls ihr versteht was ich meine *schmunzel* Nur finde ich die nirgends!

    meine ist oben abgerundet-aber weiß nicht mehr wo ich die gekauft hab. Steht drau: royal-cut. Könnte sein bei unguis, akzent direkt.

    #517573

    juppi
    Teilnehmer

    schau mal…so sieht meine aus:http://www.google.de/imgres? imgurl=http://cascada-nailcosmetic.com/media/catalog/product/cache/2/image/250x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/p/i/pinchzange.jpg&imgrefurl=http://cascada-nailcosmetic.com/pinchzange.html&usg=__WojwluN-NwYeX69hKxQLt3v-wIo=&h=250&w=250&sz=7&hl=de&start=0&zoom=1&tbnid=YZILJWEWcTl7mM:&tbnh=152&tbnw=134&ei=0HVsTqzXApGF-wbT9vXvBA&prev=/search%3Fq%3Dpinchzange%26hl%3Dde%26sa%3DX%26biw%3D1280%26bih%3D606%26tbm%3Disch%26prmd%3Divns&itbs=1&iact=hc&vpx=336&vpy=95&dur=1171&hovh=200&hovw=200&tx=124&ty=109&page=1&ndsp=16&ved=1t:429, r:1, s:0&biw=1280&bih=606

    #517487

    wildbastet
    Teilnehmer

    Unterschiede in den Acryl-Systemen (grobe Übersicht)

    Ich kenne nicht soooooo viele Firmen, habe aber schon ziemlich viel über diverse gelesen und erstelle hiermit eine kleine (eher grobe) Übersicht über die geläufigsten Systeme und erläutere oberflächlich deren Unterschiede und verschiedene Verarbeitungsmethoden. Für detailliertere Infos solltet ihr euch bei den Firmen selbst informieren, denn es gibt noch viele Feinheiten über die man Bescheid wissen sollte bevor man mit einer spezifischen Marke arbeitet. Nun denn… Folgende Systeme gibt es:

    Unterschiede in der Aushärtung

    – lufthärtendes Material, schnelle Aushärtung
    – lufthärtendes Material, normal langsame Aushärtung
    – lufthärtendes Material, besonders langsame Aushärtung (z. B. für Anfänger)
    Bei lufthärtenden Materialien hängt die Aushärtezeit ab von: bei manchen Firmen vom Liquid, bei anderen – vom Powder. INFORMIEREN!

    – UV-härtendes Material: hier “trocknet” nix an der frischen Luft ;), sondern muss nach dem Auftragen in die UV-Lampe. Oft ist dieses System geruchsarm bzw. -frei. Schätzen einige gerade deswegen und andere – weil man lange “rumwuseln” kann, härtet ja nicht “währenddessen” aus.

    Unterschiede in der Verarbeitung

    – eher “nasse” Verarbeitung (viel Liquid, wenig Powder am Pinsel)
    – eher “trockene” Verarbeitung (wenig Liquid, viel Powder am Pinsel)
    – “normal” – etwas zwischen den oberen beiden 😉
    – Material wird eher gestrichen beim Modellieren
    – oder eher gedrückt/geschoben
    – beides ist erlaubt (das unkomplizierteste Material, meiner Meinung nach)

    Primer oder kein Primer (to be or not to be;))

    Den gibt es, wie schon viel besprochen und diskutiert, säurehaltig, säurearm und säurefrei. Im Prinzip gibt es bei fast jeder Firma einen passenden Primer für deren Modellagematerial. Es bleibt einem trotzdem frei gestellt, einen Primer zu benutzen oder nicht. Bei manchen Materialien ist der Primer schon “eingebaut” – das steht dann auch in der Beschreibung und es wird kein Primer dazu angeboten. Sollte man einen Primer eines anderen Herstellers benutzen wollen – auch hier gilt: besser informieren ob es klappt. Hier sind die Folgen zwar nicht so dramatisch wenn es nicht passt, kann dennoch unangenehm werden. Z. B. kann passieren dass das Material gar nicht mehr hält und/oder vergilbt.

    #517574

    juppi
    Teilnehmer

    danke Dir-das haste ganz toll gemacht. Hut ab und bückemich

    #517488

    wildbastet
    Teilnehmer

    *zurückbückundmitdemfußscharr* 😉

    #517631

    wombat
    Teilnehmer

    Super wildbastet! Vielen Dank!

    #517489

    wildbastet
    Teilnehmer

    *freu* Bitte! 😉

    #517575

    juppi
    Teilnehmer

    büdde schee

    #517613

    maggymae
    Teilnehmer

    gibts bei touche

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