Welche Kosten nach Gewerbeanmeldung?

Dieses Thema enthält 21 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  renagroth vor 11 Jahre.

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  • #2903

    renagroth
    Gesperrt

    Ich hab hier jetzt schon einige Sachen durchgelsen und mir sind noch ein paar Fragen zum Selbstständig werden eingefallen..

    Dieser Gewerbeschein, das besorgen und der preis sind ja kein problem, aber was kommen denn danach für kosten auf mich zu?
    muss ich steuern bezahlen?
    kann ich überhaupt als arbeitslose bzw. hartz4 ein gewerbe anmelden?
    brauche ich dann nen steuerberater?

    danke schonmal im vorraus u sry für die rechtschreibung 🙂

    #84990

    brina83
    Teilnehmer

    Hallöchen Rena,

    um Deine Frage bzgl. der Gewerbeanmeldung bei ALG2 zu beantworten habe ich Dir einmal etwas raus gesucht. (Quelle:Klartext zu Gründungszuschuss und Einstiegsgeld (gruendungszuschuss.de)) Ich hoffe, ich kann Dir damit ein bissl weiter helfen.

    Liebe Grüße aus´m Norden

    Gründung auf Basis von Arbeitslosengeld2 – Einstiegsgeld

    Wenn Sie Arbeitslosengeld II erhalten und eine Gründung planen, steht Ihnen als Förderung nur das so genannte Einstiegsgeld offen.

    Mit Hilfe des Einstiegsgelds können Sie bis zu zwei Jahre lang die Regelleistung beim Arbeitslosengeld II um 50 bis 100 Prozent erhöhen und zusätzlich noch etwas dazuverdienen. Außerdem erhöhen Sie Ihre Vermittlungschancen bzw. bauen sich aus der Sicherheit des Arbeitslosengeld II-Bezugs eine selbstständige Existenz auf.

    Wie hoch ist das Einstiegsgeld?
    Das Einstiegsgeld ist ein Zuschuss zum Arbeitslosengeld II und beträgt grundsätzlich 50 Prozent der Regelleistung.

    Hierzu ein Beispiel:
    Die Regelleistung für Alleinstehende beträgt 345 Euro (in den neuen Bundesländern 5 Prozent weniger).
    Die Hälfte davon sind 172 Euro.
    In der Summe würde ein geförderter Alleinstehender also 517 Euro zusätzlich zu Miete und Heizkosten erhalten.
    Das Einstiegsgeld hängt zusätzlich von der Größe der Familie bzw. Bedarfsgemeinschaft ab:

    Für jedes zusätzliche Mitglied erhöht es sich um weitere 10 Prozent (also ungefähr 35 Euro).
    Die Förderung kann auch dann etwas höher angesetzt werden, wenn gravierden Vermittlungshemmnisse vorliegen, die das Finden eines Arbeitsplatzes erschweren oder die Arbeitslosigkeit schon recht lange besteht.

    Der Zuschuss soll aber insgesamt 100 Prozent der Regelleistung nicht übersteigen. (Im Beispiel also maximal 690 Euro monatlich.)

    Dauer der Förderung / “Zuschussdegression”
    Die Förderung darf maximal für zwei Jahre vergeben werden, wobei bei Förderungen von mehr als einem Jahr eine “Zuschussdegression” stattfinden soll, sprich: Ähnlich wie früher bei der Ich-AG wird die Förderung nach 12 Monaten in aller Regel gekürzt. Die zuständige Stelle kann lokal auch eine Förderdauer von weniger als zwei Jahren festlegen und bestimmt auch den Umfang der Zuschussdegression.

    Praxiserfahrung: In der Regel wird das Einstiegsgeld zunächst nur für sechs Monate vergeben und bei der Verlängerung durchaus kritisch geprüft, ob die geschäftliche Entwicklung aussichtsreich genug ist.

    Voraussetzungen
    Voraussetzung für die Förderbarkeit sind:

    Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Im einzelnen werden geprüft: Bezug von ALG II, Erwerbsfähigkeit, Hilfebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit)
    Die Aufnahme einer hauptberuflichen selbstständigen Tätigkeit (auch sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten ab 15 Stunden werden gefördert)
    Die Erforderlichkeit der Geldleistung in Hinblick auf die “Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt”.
    Erstellung eines Businessplans (vergleiche unten).
    Businessplan notwendig:

    Wie beim Gründungszuschuss muss der Gründer einen Businessplan erstellen und bei der Arbeitsagentur vorlegen. (Wir helfen Ihnen dabei: Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Businessplan.)
    Entscheidender Nachteil: Sie dürfen nur einen Bruchteil vom Gewinn behalten
    Das Einstiegsgeld hat einen entscheidenden Nachteil zum Gründungszuschuss: Der Einstiegsgeld-Gründer darf nicht beliebig viel dazu verdienen. Es gibt noch nicht einmal einen Freibetrag wie bei Zuverdiensten zum Arbeitslosengeld I, wo man bis zu 165 Euro dazu verdienen darf, ohne dass es zu einer Anrechnung kommt. Arbeitslosengeld II-Empfänger müssen alle Umsätze und Gewinne regelmäßig bei ihrem Fallmanager melden und dürfen davon nur etwa zehn bis 17 Prozent behalten. Wenn es ihnen gelingt, in einem Monat 1.000 Euro Gewinn zu erzielen, werden sie davon nur etwa 165 Euro als zusätzliches Einkommen zu Arbeitslosengeld II und Einstiegsgeld behalten können.

    Insofern widerspricht diese Regelung sicher dem ursprünglichen Ziel bei Einführung des Arbeitslosengeld II die Schwarzarbeit zu bekämpfen.

    Andererseits: Wenn Ihr selbstständiges Einkommen Ihr Arbeitslosengeld II übersteigt, können Sie natürlich auf das Arbeitslosengeld II verzichten und Ihren Gewinn ungekürzt verwenden. Sie gründen also aus der Sicherheit des Arbeitslosengeld II-Bezugs heraus. Sie erhöhen dadurch in jedem Fall Ihre Vermittelbarkeit und bauen sich mit ein wenig Glück eine selbstständige Existenz auf.

    Rechtsanspruch / Rechtsgrundlage
    Es handelt sich um eine Kann-Leistung. Auch wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllt sind, liegt es im Ermessen des zuständigen Fallmanagers ob er die Förderung genehmigt. Die Vergabe kann auch davon abhängig sein, ob noch ausreichend budgetierte Mittel zur Verfügung stehen. Es besteht also kein Rechtsanspruch.

    Ihr erster Schritt
    Wie beim Gründungszuschuss müssen Sie auch zum Erhalt des Einstiegsgelds einen Businessplan erstellen und bei der Arbeitsagentur vorlegen.

    #84991

    brina83
    Teilnehmer

    Hui, wusste gar net, dass die Links wieder funktionieren. Naja doppelt gemoppelt, aber besser als gar nix! *grins*

    #84986

    s-grossmann
    Mitglied

    Brina hat Dir ja mehr genau erklärt, wie daß rechtlich so funktioniert.
    Mein Tipp: Lerne erst einmal Dein Handwerk!Es gibt so viele, die teures Geld für irgendwelche Naildesigner-Ausbildungen ausgegeben haben und glauben, sich damit selbständig machen zu können.
    Wie sieht das bei Dir aus? Habe hier leider keine Fotos von Deinen Arbeiten sehen können.
    Und sollte es dann wirklich einmal so weit sein, ich bin Steuerfachkraft und kann Dir dann sicher was sagen. ..

    Brina, was machst Du hauptberuflich?
    Ich glaube, Deinen Kommentar sollte man unter “Fachliche Kompetenz” abrufbar machen.
    Habe ihn nur kurz überflogen und nicht auf Inhalt geprüft, habe heute abend einfach keinen Bock mehr, aber das schaue ich nir noch mal genau an.
    Liebe Grüße sendet Dir Sabrina

    #84993

    renagroth
    Gesperrt

    hallo ihr 2!
    ich hab jetzt erst gesehen, das mir hier jemand geantwortet hat, vielen lieben dank dafür!

    #84988

    jenny33
    Teilnehmer

    solltest du hrz4 empfängerin sein kannst du dein gewerbe anmelden auch von zu hause machen wenn du magst und statt auf minimalbasis arbeiten zu gehen kannst du das geld selber verdienen mußt nur eine ein und ausgabe heft haben und dennen das jeden monat zuschicken damit sie es anrechnen können bis 160, – wird nichts angerechnet erst alles was darüber kommt

    #84994

    renagroth
    Gesperrt

    bin ich 🙂

    muss ich denen das vorher sagen?
    oder könnte ich montag hin, nebengewerbeanmelden, und arbeiten?

    ich hab so große angst vor den folge kosten…
    finanzamt, steuern ect…

    #84989

    jenny33
    Teilnehmer

    habe damals auch harz4 bekommen da sie mir nicht geholfen haben mir einen laden auf zu bauen habe ich einfach das gewerbe angemeldet ihnen das mittgeteilt das ich von zu hause auf minimalbasis arbeite und das wars. .. so lange du im jahr unter 17.500, – bist mußt du keine steuern zahlen aber jedes jahr deine steuer erklärung machen….

    #84979

    @ Rena

    Sorry, ich verfolge deine Beiträge im Forum seit einiger Zeit.
    Du hast noch keine Ahnung vom Handwerk, d.h. “demnächst” machst Du eine 2-tägige Ausbildung. Denkst jetzt schon übers selbständig machen nach. Von dieser Prozedur hast du auch keinen Schimmer.

    Bitte…. eins nach dem anderen. Mache erst mal deine Ausbildung zum Naildesigner, übe dann sehr viel, dass man Dich auf Kunden loslassen kann, bespreche die Dinge der Selbständigkeit mit deiner Arbeistagentur (die sind nämlich interessiert sehr viele Leute in einen Job, ob angestellt oder selbständig) zu bringen.

    Wenn Du Deine ersten praktischen Erfahrungen im Naildesign gemacht hast, bekommst Du sicher sehr viel Tips hier im Forum…Du wirst dann auch merken, dass eine Selbständigkeit sehr viel mit sich bringt. Vor allem muß man das Handwerk beherschen, denn sonst bleiben die Kunden aus und man ist schneller pleite als man denkt.

    Also bitte nehme mir das nicht für krumm, aber bitte sammle erst mal praktische Erfahrungen!

    LG

    Sonja

    #84992

    renagroth
    Gesperrt

    @sonja

    Hallöschen und danke für deine antwort.

    ich habe mein semi abgeschlossen und auch schon an ein paar freunden geübt.

    ich möchte ja auch nur ein nebengewerbe anmelden, damit ich auch geld für materialkosten nehmen kann/darf.

    das mit dem selbstständig machen (studio) habe ich längst verworfen :))

    da habe ich auf eure tip´s gehört.

    ich möchte einfach nur ein nebengewerbe damit ich eben meinen freunden die machen kann und geld nehmen kann ohne schwierigkeitn zu bekommen.

    oder meinst du das das auch noch zu schnell wäre?

    #84980

    Wenn Du Dein Handwerk schon beherrschst, mußt Du Dich dann erst mal um die administrativen Dinge kümmern. Ich denke aber nicht, dass dieses Forum der richtige Platz ist, um die gesetzlichen Bestimmungen zu erkunden, denn hier ist niemand, der rechtsverbindliche Auskünfte gibt. Da mußt Du zum Beispiel einen Steuerberater aufsuchen. Der erklärt Dir dann verbindlich welche Vorschriften und Gestze zu beachten sind.

    LG

    Sonja

    #84995

    renagroth
    Gesperrt

    ok, danke dir für deine hilfe.

    #84987

    schlumpfstrumpf
    Mitglied

    @Profi Nail Products 83070 wrote:

    Wenn Du Dein Handwerk schon beherrschst, mußt Du Dich dann erst mal um die administrativen Dinge kümmern. Ich denke aber nicht, dass dieses Forum der richtige Platz ist, um die gesetzlichen Bestimmungen zu erkunden, denn hier ist niemand, der rechtsverbindliche Auskünfte gibt. Da mußt Du zum Beispiel einen Steuerberater aufsuchen. Der erklärt Dir dann verbindlich welche Vorschriften und Gestze zu beachten sind.

    LG

    Sonja

    Wenn Sie hier nicht ihre grundsätzlichen Fragen fragen darf, wo dann?
    Finde das genau sowas in ein Forum gehört…Mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das es nicht verbindlich ist und schon gar nicht rechtsverbindlich ist sicherlich jedem klar, da wir alle keine Juristen sind.

    Schubt die Leute mit Fragen nicht immer in die Suche Funktion oder damit raus das sie hier falsch sind.

    #84996

    renagroth
    Gesperrt

    @sonja

    Ich hab gerade ein photo reingestellt, kannst dich jetzt aus toben 😛

    #84981

    @rena,

    dazu bin ich jetzt zu blöd. Ich finde das nicht. Bitte gebe mir mal den Link.

    Bitte glaube mir, ich will Dir nichts Böses!

    Schau dann gleich mal nach.

    LG

    Sonja

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