Dermatitis Artefakte

Dermatitis Artefakte

Artefakte sind das vorsätzliche Hervorbringen oder auch Fingieren von körperlichen oder psychischen Krankheitszeichen am eigenen oder sogar an anderen Körpern, wobei es sich in einer Vielzahl von Fällen um nahe stehende Personen handelt.

Die selbstschädigenden Handlungen werden unterschieden inArtefakte im engeren Sinne als unbewusste Eigenverletzung und Para-Artefakte, die eine Störung der Impulskontrolle darstellen und eine Art halbbewusste Selbstverletzung sind sowie simulierte Verletzungen und Erkrankungen, um einen Vorteil zu erlangen.

Der Beginn einer Artefakt-Krankheit liegt überwiegend in der Pubertät, spätestens im jungen Erwachsenenalter. Artefakte sind häufig mechanische Verletzungen mit Schädigungen der Haut und der Hautanhangsgebilde. Meist handelt es sich um ein Drücken, Reiben, Stauen, Beißen, Schneiden, Stechen oder Verstümmeln.

Artefakte haben eine Art non-verbale Appell-Funktion. Die unbewussten Selbstverletzungen deuten häufig auf eine schwere, das Gemüt betreffende Störung hin, die in früheren Jahren ausgelöst und später reaktiviert wurde. Meist geschieht die Schädigung im Verborgenen, ohne dass sich der Patient daran erinnert und dieser selbst erstaunt über die Haut-, Haar- oder Nagelveränderung ist. Oftmals geschieht die Manipulation in Konfliktsituationen, um eine Spannungslösung herbeizuführen.

Die um den Nagelbereich auftretenden Formen der Dermatits Artefakte sind die Onychophagie, das Nagelbeißen oder Nagelkauen, bei der auch Anteile der Nägel verschluckt werden sowie die Onychotillomanie. Diese bezeichnet eine andauernde Manipulation an den Nägeln und dem Nagelumfeld, die zu schweren Nagelerkrankungen führen kann.

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