Maniküre

Maniküre

Bevor mit einer Maniküre begonnen wird, müssen Hände und Fingernägel einer Gesamtbeurteilung unterzogen werden. In dieser wird festgestellt, ob und inwieweit Schädigungen der Haut vorliegen und die Nägel erkrankt oder unnatürlich verändert sind. Diese Punkte müssen bei der Maniküre Beachtung finden. Liegt ein Pilzbefall der Nägel vor, muss auf die Durchführung der Maniküre verzichtet und zu einem Arztbesuch geraten werden.

Um den Ablauf der Maniküre nicht unnötig zu unterbrechen, sollten die benötigten Materialien und Werkzeuge vorbereitet und zurechtgelegt werden. Zu den Grundwerkzeugen und Materialien, die immer gebraucht werden zählen:acetonfreier Nagellackentferner, Nagelbad, Nagelhautentferner, Nagelöl, Handcreme, Nagellack, diverse Feilen, Rosenholzstäbchen oder Pferdefuß.

Nach der Prüfung der Hände und Nägel steht als nächster Punkt die Reinigung an. Mit acetonfreiem und rückfettendem Nagellackentferner werden die Nägel gesäubert und Reste von Nagellack entfernt. Dazu wird ein Wattebausch mit Nagellackentferner getränkt und dieser von der Nagelwurzel aus in Richtung Nagelspitze geführt. Dabei erfolgen Drehbewegungen über den gesamten Nagel. Wird in umgekehrter Richtung gearbeitet, besteht die Gefahr, dass Reste des Nagellacks unter das Nagelhäutchen gelangen. Unter Umständen muss die verwendete Watte während des Vorgangs erneuert werden.

Nun folgt das Kürzen der Fingernägel. Die Form der Nägel kann dabei oval oder gerade werden, doch sollte das in einem beratenden Gespräch zuvor geklärt werden. Grob vorgeformt werden die Nägel mit der Nagelschere oder Nagelzange. Eine Richtlinie für die Länge ist immer der kürzeste Nagel. Mit leichtem Druck wird die Feile von der Seite zur Mitte hin über die Nagelkante geführt. Auf keinen Fall sollten die Nägel mit der Feile zu einer spitzen Form bearbeitet oder der Nagelfalz verletzt werden.

Als zweiter Pflegepunkt steht ein wohltemperiertes Handbad auf dem Programm, das die Nagelhaut weich macht, damit sie sich problemlos lösen und mit dem Pferdefuß glätten lässt. Nachdem die Hand und die Nägel gut abgetrocknet und mit einem Rosenholzstäbchen gesäubert wurden, wird der Nagelhautentferner aufgetragen. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann die Nagelhaut sanft mit einem Pferdefüßchen zurückgeschoben werden. Nur wenn sich übermäßig viel Nagelhaut auf dem Nagel gebildet hat, sollte diese in größerem Umfang entfernt werden. Überschüssiger Nagelhautentferner wird mit Wasser entfernt. Mit einer speziellen Polierfeile wird jetzt der Nagel auf Hochglanz gebracht und zusätzlich mit Nagelöl gepflegt.

Eine anschließende Handmassage regt die Durchblutung an und wirkt entspannend. Nach dem Auftragen einer Handcreme wird eine Streichmassage, deren Ablauf festgelegt ist, durchgeführt.

Das Aufbringen von Unterlack und farbigem Nagellack rundet die Maniküre ab, doch muss die Fettschicht der Handcreme zunächst wieder mit Nagellackentferner beseitigt werden. Die Farbe des Lacks richtet sich immer nach der Kleidung und der verwendeten Kosmetik.

Der Auftrag der Lackschicht erfolgt, indem der Pinsel in der Nagelmitte angesetzt und dieser mit gespreizten Pinselhaaren in Richtung unterer Nagelrand geschoben wird. Nun wird der Pinsel in Richtung Nagelspitze gezogen. Ist der Lack getrocknet, erfolgt der Auftrag weiterer Schichten.

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