Nagelbeißer-Therapie

Nagelbeißer-Therapie

Die Angewohnheit des Nagelbeißens, die sowohl Männer als auch Frauen betrifft, verursacht besonders kurze und ungleichmäßige Fingernägel, die nur schlecht nachwachsen. Am oberen Fingerkuppenrand bildet sich bei besonders hartnäckigen Nagelbeißern eine Wulst und es kann sogar die gesamte Nagelplatte nach und nach abgekaut werden. In aller Regel kaut der Nagelbeißer nur an den natürlichen Fingernägeln. Modellierte Nägel können daher ein wirksames Therapiemittel darstellen, mit dem diese Angewohnheit sein Ende findet. Um den Nägeln bei männlichen Kunden ein natürliches Aussehen zu geben, wird das Glanzgel lediglich 120 Sekunden ausgehärtet. Das nimmt der Versiegelung den hohen Glanz und gibt ihr ein mattes Finish.

Gearbeitet werden sollte mit einem Gel, das sich besonders dünn verarbeiten lässt und keine Liftings aufweist. Die Therapiedauer umfasst gut einen Monat und drei bis vier Servicetermine.

In der ersten Sitzung werden die Naturnägel entsprechend vorbereitet wie bei jeder anderen Nagelmodellage. Da die Nagelhaut bei Nagelbeißern ein erhöhtes Wachstum aufweist und diese oft die Hälfte des Nagels bedeckt, muss sie besonders gründlich entfernt werden. Nach dem Desinfizieren der Hände wird die Nagelhaut mit dem Nagelhautentferner bearbeitet und sanft zurückgeschoben. Die empfindliche Nagelplatte wird leicht mit einem Schleifblock oder einer sehr feinkörnigen Feile mattiert. Soweit es die noch vorhandene Nagelplatte zulässt, wird diese befeilt. Nachdem der aufgetragene Primer getrocknet ist, wird als nächstes ein Haftvermittler aufgetragen, der besonders keratinhaltig ist.

Ein Nagelaufbau kann bei der in aller Regel sehr kurzen Nagelplatte nicht ausgeführt werden. Daher wird lediglich eine dünne Schicht eines keratinhaltigen und hochelastischen Gels aufgetragen. Das Modellagematerial wird nach der Aushärtung befeilt und mit entfettendem Primer gereinigt.

Nach dem Auftragen wird das Modelliergel mit der Nailsonde wie üblich geglättet und ausgehärtet. Damit sich der Nagelbeißer an die künstlichen Nägel gewöhnen kann, werden die Nägel zunächst noch kurz gehalten. Um den Nägeln dennoch ein natürliches und schönes aussehen zu geben, wird eine kleine gleichmäßige Frenchspitze erarbeitet und zum Abschluss mit Glanzgel versiegelt.

Nach etwa zwei Wochen, in denen der Naturnagel schon etwas nachgewachsen ist, erfolgt die zweite Behandlung. Die Nägel können sofort mit Tips oder Schablonen verlängert oder nur aufgefrischt werden, um später eine Naturnagelverstärkung vorzunehmen. Soll mit Tips verlängert werden, wird zunächst das Modelliergel von den Nägeln entfernt. Wegen der meist extremen Hyponychiumwölbung werden in der Regel stark gewölbte Tips verwendet. Der Naturnagel kann so über die Hautwölbung wachsen, ohne dass der Tip einen Längsriss bekommt. Reißt auch der gewölbte Tip und wird der Riss nach dem anschließenden Blenden sichtbar, wird etwas Seidengewebe mit verarbeitet. Die Modellagearbeit wie üblich durchführen.

Nach einer weiteren Woche werden die Tips kontrolliert und die unter Umständen entstandenen Risse ausgebessert. Nachdem das alte Produkt abgefeilt wurde, wird Primer aufgetragen und nach dem Trocknen Grundiergel in das Seidengewebe mit eingelegt. Das Gewebe ein zweites Mal mit Grundiergel behandeln und dieses anhärten lassen. Im nächsten Schritt wird wie üblich mit Modelliergel gearbeitet und eine Frenchspitze gefertigt.

Nach weiteren drei Wochen ist der Naturnagel soweit nachgewachsen, dass die Nagelspitzen mit den Fingerkuppen bündig sind. Ab jetzt wird nur noch mit einer Naturnagelverstärkung gearbeitet. Altes Material wird entfernt und die Nägel aufgefüllt. Damit die Fingernägel ihre neu gewonnene Schönheit beibehalten, sollten Auffülltermine im Abstand von drei bis vier Wochen vereinbart werden.

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