Rizinusöl

Rizinusöl

Auch Oleum Ricini s. Castoris oder Kastoröl genannt. Natürliches gepresstes Öl aus dem Samen des Ricinus communis, dem afrikanischen Wunderbaum. Diese Samen, die wie Zecken aussehen, geben dem Rizinus seinen Namen. Das lateinische Wort für Zecke ist Ricinum. Rizinusöl ist ein Triglycerid und hat die Eigenschaft bei der Einnahme stark abführend zu wirken. Es ist farblos bis leicht gelblich und klarsichtig. Sein Geruch ist nicht sehr stark und es hat einen milden aber unangenehmen Geschmack. Die Dichte des Rizinusöls ist besonders hoch, der Bereich der Erstarrung liegt zwischen minus 10 und minus 18 Grad Celsius. Rizinusöl zählt zu den nicht-trocknenden Ölen, hat aber eine gute Löslichkeit in Ethanol. Das Produkt ist ein begehrter Rohstoff für chemische Umwandlungen und verschiedene Anwendungen im medizinischen und kosmetischen Bereich.

Hochwertige Öle sind kalt gepresst. Nur im industriellen Verfahren werden die Samen vor der Pressung erhitzt. Das in den Samen enthaltene Ricin und Ricinin ist stark giftig. Bei Einnahme lässt es das Blut gerinnen. Im Öl sind die Gifte nicht mehr enthalten, da sie im Presskuchen verbleiben. Rizinusöl wird in der Kosmetik als Rohstoff zur Herstellung von Cremes, Salben und Lippenstiften verwendet. In der Industrie wird es zur Produktion von Lacken und Schmierstoffen sowie als Bindemittel für Farben benutzt. Der Presskuchen wird als Dünger verwendet, der schädliche Parasiten abtötet.

Zur Pflege und Stärkung der Nägel sollten diese ein- bis zweimal in der Woche in Rizinusöl gebadet werden, dem etwas Zitronensaft beigefügt ist.

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