Syndaktylie

Syndaktylie

Krankheitsbild der Hand, das sich auf das Zusammenwachsen der Finger bezieht. Die Häufigkeit dieser Art der Fehlbildung liegt bei einer auf zweitausend bis dreitausend Geburten. Dabei sind Jungen dreimal mehr betroffen als Mädchen. Bei rund 50 Prozent der Fälle sind der Mittelfinger und der Ringfinger zusammengewachsen. Je nachdem wie lang die Verbindung ist, wird in eine partielle oder vollständige Syndaktylie unterschieden. Partielle Syndaktylien zeigen sich als Schwimmhäute im distalen Drittel des Grundgliedes. Vollständige gehen bis zu den Fingerspitzen. Dabei können die Fingernägel ineinander übergehen oder getrennt sein. Die Hautverbindung ist in der Weite differenziert und kann eine oder mehr Zwischenfingerfalten in unterschiedlicher Ausprägung betreffen. Als extremste Form wird die Löffelhand beschrieben. Bei ihr sind sämtliche Finger betroffen und der Daumen oft nur durch eine leichte Falte abzutrennen. Alle Arten können mit normal gestaltetem Skelett oder Anomalien der Knochen vorkommen. Vorbeugend bezüglich weiterer Deformierungen wird zu einem operativen Eingriff innerhalb der ersten drei Lebensjahre geraten. Bei einer kompletten Syndaktylie ist der Einsatz eines Vollhauttrasplantates aus der Leistenregion notwendig.

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