Ziehtechnik

Ziehtechnik

Eine der einfachsten Techniken der Nailart um die Fingernägel dekorativ zu verzieren. Die in aller Regel verschiedenfarbigen Lacke werden nass aufeinander gesetzt und mit dem Dotti, einem Rosenholzstäbchen oder einem Nailartpinsel ineinander verzogen. Die schönsten Effekte werden erzielt, wenn gegensätzliche Farben verwendet werden. Die Verziehtechnik kann ebenfalls mit den heute sehr hochwertigen Farbgelen gearbeitet werden. Mit solchen Gelen kann sogar noch wesentlich exakter gearbeitet werden, als mit den handelsüblichen Lacken. Während der Trocknungsprozess des Lackes sofort nach dem Auftrag beginnt, trocknen die Gele erst unter den UV-Strahlen des Trocknungsgerätes aus. Um sich mit der Technik vertraut zu machen, sollte zunächst auf einem Tip gearbeitet und Einzelheiten exakt gezeichnet werden. Die verwendeten Lacke und Gele sollten von gut deckender Qualität sein. Besonders die Gele müssen gut pigmentiert sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass selbst bei der Arbeit mit Komplementärfarben die Ausfertigung unpräzise und verwaschen wirkt. Damit jedes Detail gut heraussticht, sollten die Lackprodukte immer aus dem Bereich der Nail-Art-Lacke gewählt werden, da diese eine höhere Pigmentierung aufweisen.

Der Arbeitsablauf: Nach der üblichen Vorbereitung des Naturnagels wird der Frenchtip angebracht und mit dem Buffer nur leicht mattiert. Damit das Gel seine bestmögliche Haftung an dem Naturnagel aufweist, wird zunächst ein Haftvermittler aufgetragen. Einige Haftvermittler überziehen die komplette Modellage, andere werden nur auf den Naturnagel aufgebracht.

Nach Auftrag des Haftvermittlers wird die Modellage mit Gel überzogen. Nun wird der Gelüberzug unter UV-Licht ausgehärtet. Um der Modellage mehr Stabilität zu geben, kann dieser Vorgang noch ein- oder zweimal wiederholt werden. Bevor die Ausarbeitung des Nailart-Designs beginnt, wird die Modellage in die entsprechende Form gefeilt und wie üblich mit dem Buffer geglättet und Reste von Feilstaub werden entfernt.

Die Modellage wird jetzt mit einer dünnen Schicht Basisgel überzogen. Mit farbigem Gel werden nun die für das Design notwendigen Farbbereiche auf die Modellage gebracht. Das können ganz nach Geschmack dickere oder dünnere Streifen sein oder auch Punkte, Wellen oder Blöcke. Um die Farben nicht miteinander zu verschmieren, muss der Pinsel nach jedem Auftrag gründlich von Farbresten gereinigt werden. Jetzt wird das zweite Farbgel an die bereits aufgebrachten Formen gesetzt. Dabei können sich diese durchaus überlappen. Um die Gele zu verziehen, wird mit der Spitze eines sehr feinen Nailartinstrumentes durch die beiden Farbgele gewischt und das gewünschte Muster ausgearbeitet. Ist die Arbeit an einem Finger zu Ende geführt, wird das Design sofort unter UV-Licht ausgehärtet, damit das Gel nicht verläuft und die Malerei nicht verwischt. Wegen der höheren Pigmentierung müssen Farbgele oft etwas länger ausgehärtet werden als herkömmliche Gele.

Damit das Design eine besondere Brillanz erhält, wird es gleich doppelt versiegelt. Das heißt, es wird nach der Gelaushärtung eine dünne Schicht Glanzgel aufgetragen, diese rund 20 Sekunden ausgehärtet und mit einer weiteren dünnen Schicht Glanzgel überdeckt. Die gesamte Modellage wird anschließend nochmals für rund 120 Sekunden im Lichthärtungsgerät polymerisiert.

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