Nicht erfolgreich im Nagelstudio? Frag Ralf!

Nicht erfolgreich im Nagelstudio? Frag Ralf!

Nicht erfolgreich im Nagelstudio? Frag Ralf!

Wir wollten wissen wer Ralf Bartsch ist, was er im Bereich Nageldesign macht und was seine Ambitionen sind!

Wie ist Ralf zum Nageldesign gekommen und was sind seine Ziele? Was kann Ralf für Dich und Deinen Studioalltag tun und wie Du erfolgreich im Nagelstudio werden kannst.

Wir haben ein Interview mit Ralf geführt – was er gerne jedem Nailfreaks Mitglied auf den Weg geben möchte, gerade wenn es mit dem Nageldesign mal nicht so läuft! Lasst Euch überraschen, Ralf von einer anderen Seite mal ausserhalb des Studios und Schulungen:)

Ralf,was hast Du eigentlich vor dem Nageldesign gemacht?

Bevor ich mit dem Naildesign begonnen habe, war ich in der Werbung und im Aufbau von Vertrieben im Sonnenstudiobereich unterwegs. Ich bin von Hause aus Werbe- und Marketingprofi.

Deine ersten Schritte im Nageldesign!

1988 habe ich meinen ersten künstlichen Fingernagel erstellt. Ich hatte das Glück, von meiner Erstkraft im Sonnen-/Nagelstudio über einen Zeitraum von mehreren Wochen ausgebildet zu werden. Auch wenn das, was wir dort an Qualität zu bieten hatten, nichts mit dem zu tun hat, was heute möglich ist, so konnten wir schon damals dauerhaft haltbare und vorzeigbare Nägel anbieten.

Was hat Dich am Nageldesign so begeistert und wie hast Du angefangen?

Ich konnte mir Stück für Stück im laufenden Betrieb dieses Handwerk nach den damals gegebenen Mitteln erlernen und entsprechend selbstsicher anwenden.

Meine Begeisterung für diesen Beruf war offensichtlich ansteckend, denn nach 7 Jahren am Nageltisch bin ich dann als Marketing- und Verkaufsleiter in die Industrie gelockt worden. Dort konnte ich mein Wissen vom Nageltisch erfolgreich mit meinem ursprünglich erlernten Beruf vermischen. Das war eine wirklich tolle Zeit.

Wo hast Du Dich informiert?

1988 kann man mit der heutigen Zeit nicht vergleichen. Schon deshalb nicht, weil es damals noch kein Internet und nur sehr wenige Anbieter für Nagelmodelliermittel gab. Mein Vorteil war die Nähe zu einer der damaligen Hochburgen für Vertriebe. In NRW gab es schon ein paar Anbieter, zu denen man dann und wann hingefahren ist, um neue Produkte oder Verarbeitungsmethoden kennenzulernen.

Wie sah damals zu heute eine Nageldesign Schulung aus?

Naja, hier und da kann ich leider kaum Unterschiede feststellen, weil es noch eine Menge Ausbilder gibt, die auf dem damaligen Level stehengeblieben sind. Leider sind die meisten Ausbildungen immer noch Firmen-gesteuert und dienen in erster Linie dem Produktverkauf. Aber der wesentliche Unterschied ist wohl, dass das eigentliche Handwerk heutzutage eine zunehmend größere Rolle bei den Ausbildungen spielt. Allerdings lässt das Basiswissen vieler frisch ausgebildeter Kolleginnen auch heute noch viel zu wünschen übrig. Gute Ausbildungen gibt es mittlerweile ganz sicher, aber sie sind immer noch die Ausnahme. Da geht mehr.

Was hat Dich dazu bewegt eine professionelle Laufbahn einzuschlagen und wie hast Du das verwirklicht?

New Style Nagelmodellage

French New Style Modellage

Es gehört zu meinen Prinzipien, dass ich die Dinge, die ich tue, auch wirklich ordentlich mache. Ganz oder gar nicht. Deshalb habe ich mich auch vor gut 5 Jahren noch einmal komplett neu ausbilden lassen, von den Besten der Besten. Die haben meine Welt ganz schön auf den Kopf gestellt, aber das gehört für mich zum Profi dazu. Und das kann ich auch nur jedem Berufsstarter oder den Berufskolleginnen mit langjähriger Erfahrung mit auf den Weg geben. Man ist nie fertig. Es gibt immer die Möglichkeit, sich auf hohem Niveau fortbilden zu lassen, nicht nur bei mir.

 

Welche Informationsquellen empfiehlst Du angehenden und professionellen Nageldesignern und Nageldesignerinnen?

In der heutigen Zeit ist das Internet eine wunderbare Informationsquelle, aber es ist auch gleichermaßen gefährlich. Gerade in den sozialen Netzwerken tummeln sich einige selbsternannte Gurus, deren Philosophien bei Licht betrachtet doch ziemlich lückenhaft oder schlichtweg unwahr sind. Es ist schwierig, aus dem riesigen Angebot von helfenden Händen die richtigen herauszufinden. Da gibt es auch von mir kein Patentrezept, leider. Der größte Scharlatan wird sich nach außen stets im guten Licht präsentieren und findet immer ein auch paar Jünger, die ihm blind folgen. Am Ende wird man nur durch die Methode „Versuch und Irrtum“ zu seinen Erfahrungen und zu seinem Wissen und Können gelangen. Traurig aber wahr.

War Dein professioneller Werdegang geplant?

Geplant war da kaum etwas. Außer vielleicht in den letzten 5 Jahren. Ich habe nur immer die Augen für meine Möglichkeiten offen gehabt. Im Englischen gibt es dafür diesen wunderbaren Begriff „choose your opportunities“, der sinngemäß übersetzt heißt: nutze deine Möglichkeiten. Erst als ich unseren Beruf und die gesamt Branche nach vielen Jahren der Erfahrung mit anderen Augen gesehen habe, konnte ich tatsächlich meinen weiteren beruflichen Weg planen. Ich wollte nicht mehr auf der Stelle treten. Ich habe z.B. neben meiner neuen Tätigkeit in der Fachschule Naildesign an jedem freien Tag in einem Nagelstudio incognito mitgearbeitet. Das war 2 Jahre lang noch einmal eine ganz harte Schule, aber ich weiß seither, worum es heute am Nageltisch wirklich geht.

Wann kam eigentlich bei Dir der Punkt, an welchem Du daran gedacht hast Schulungen selbst anzubieten und wie hast Du das umgesetzt?

Es ist ja so, dass ich schon über viele Jahre Aus- und Fortbildungen in meinem Studio, aber auch in meiner späteren Tätigkeit in der Industrie durchgeführt hatte. Allerdings waren all diese Schulungsmaßnahmen von Vertrieben gesteuert. Egal für wen ich damals gearbeitet habe, am Ende ging es immer um den Verkauf von Produkten. Das wollte ich einfach nicht mehr. Also habe ich meine gut bezahlte Komfortzone verlassen, um etwas zu ändern.

Ich wollte keine Produkte mehr verkaufen. Ich wollte vielmehr vermitteln, worum es handwerklich am Nageltisch geht. Und auch wie man ein Nagelstudio solide führt.

Gibt es Seminare, in denen Du Betriebsführung vermittelst?

Ich habe mal damit begonnen, aber schnell gemerkt, dass diese Seminare toll waren und die Teilnehmer auch echt begeistert und motiviert daraus hervorgegangen sind. Aber sie konnten die Seminarinhalte einfach nicht umsetzen. Man kann Betriebswirtschaftslehre und Marketing nicht in ein paar Tagen vermitteln. Schon gar nicht an Menschen, die sich eigentlich nicht für dieses Thema interessieren.

Und wie vermittelst Du dann, wie man ein Nagelstudio führt?

Zahlenwerk- Betriebsführung im Nagelstudio

In diesem Buch wird genau erklärt wie ein Nagelstudio zu führen ist und welche Kosten nicht ausser acht gelassen werden dürfen.

Ich habe ein Buch geschrieben. „Zahlenwerk, Betriebsführung im Nagelstudio“. Es funktioniert wie ein Werkzeugkasten. Ich erkläre, warum man diese oder jene Berechnung als Inhaber eines Studios braucht und gleich auch wie man sie durchführt. Aber das ist noch nicht alles. Die Betreiberin eines Nagelstudios kann direkt sämtliche Daten erfassen. Das Buch ist voller selbsterklärender Listen und Berechnungen, die nur noch mit den Daten der Leserin befüllt werden müssen.

 

Klingt fast zu einfach.

Ist es doch auch. Wir müssen Werkzeuge nur benutzen, nicht aber verstehen. Wir surfen doch alle Tag für Tag im Internet, nutzen Facebook oder Online-Foren wie Nailfreaks, aber wir alle haben null Ahnung von Computern. Wir haben keine Angst vor der Technik und machen sie uns nutzbar. So funktioniert auch das Buch. Der Untertitel ist entsprechend bezeichnend: Scheiß Thema, streuen wir Glitzer drauf.

Deine Verbindung zu Nailfreaks und wie Du Nailfreaks als Unterstützung in Bezug auf das Nageldesign siehst.

Ich bin mit den Machern von Nailfreaks über viele Jahre freundschaftlich verbunden. Bislang war es für mich wenig sinnvoll, mich auf dieser Plattform zu engagieren, weil ich meine Tätigkeiten bislang immer direkt in die Nagelstudios transportiert habe. Ich gebe Schulungen am Nageltisch Europaweit in kleinen Gruppen bis zu 6 Teilnehmern und fahre so jeden Monat rund 8000 Kilometer. Jetzt, da ich mich aber auch durch das Buch im Bereich der Betriebsführung im Nagelstudio engagiere, würde ich mir ein Forum wünschen, in dem Studiobetreiberinnen regelmäßige Hilfe bei der Umsetzung der betriebswirtschaftlichen Berechnungen und der Analyse der Ergebnisse finden können. Ich würde mir eine feste Diskussionsgruppe wünschen, in der ich ganz konkrete Fragen beantworten kann. Dafür finde ich Nailfreaks als Plattform perfekt.

Deutschlandweite Schulungen im Angebot:Was erwartet mich als Nageldesigner in Deinem Schulungsangebot?

Ganz schlicht und einfach: Ich mache Dich erfolgreicher. Egal wo Du fachlich stehst, ich hole Dich genau dort ab und erarbeite mit Dir zusammen ein Konzept, das Dich handwerklich besser macht. Und zwar auf Studio-Niveau. Aber neben der Technik möchte ich auch daran arbeiten, wie Du Dich und Deine Kundinnen in Zukunft siehst. Fast alles, was Du bei mir lernst, wird Dich sofort weiter bringen. Einige Dinge wirst Du natürlich auch üben müssen.

Was möchtest Du angehenden Nageldesignern gerne mit auf den Weg geben?

Egal wo Du stehst. Egal wie lange Du schon dabei bist. Egal wie viel Du schon erreicht hast. Bleib hungrig. Und lass Dich nicht durch Werbeslogans einschläfern. Benutze den gesunden Menschenverstand. Dann wirst Du erfolgreich sein.

Vielen Dank und alles Gute! Wir freuen uns noch viel von Dir zu hören, zu lesen und zu lernen!

Dir hat das Interview gefallen und hast noch Fragen an Ralf oder Nailfreaks, dann einfach in die Kommentarbox unterhalb dieses Artikels posten!

Ralf bei Nailfreaks!

Ralf´s Hompage

Gerne beantworten wir weitere Fragen und nehmen auch gerne Anregungen an!

Wir freuen uns auf Dein Feedback!

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